New Order - Die neue Weltordnung

Fantastische Pilze

Nahschuss

Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

Räuberhände

a-ha - The Movie

Hinter den Schlagzeilen

Herr Bachmann und seine Klasse

Je suis Karl

Der Hochzeitssc­hneider von Athen

Der Rosengarten von Madame Vernet

Paolo Conte - Via con me

Wem gehört mein Dorf?

Der Rausch

Di 21.9.-Mi 22.9., 17:20 [S2]

Mi 22.9., 21:45 [S3]

Sa 18.9.-Mi 22.9., 19:20 [S1]

Mo 20.9., 17:40 [S3]

Mo 20.9.-Di 21.9., 17:30 [S1]

Mi 22.9., 19:10 [S2]

Do 16.9.-Mi 22.9., 19:30 [S3]

Sa 18.9.-Mi 22.9., 21:30 [S1]

Di 21.9.-Mi 22.9., 17:40 [S3]

Fr 17.9.-Di 21.9., 19:10 [S2]

Mo 20.9.-Di 21.9., 21:00 [S2]

Mi 22.9., 17:30 [S1]

Mo 20.9., 17:20 [S2]

Filmgespräch

Der Rausch (OmU)

Mo 20.9.-Di 21.9., 21:45 [S3]

deutschenglishNuevo Orden. Mexiko 2020. 84 Min.

Regie + Buch: Michel Franco.

Darsteller: Naian González Norvind, Fernando Cuautle, Diego Boneta u.a.

Fantastic Fungi. USA 2019. 81 Min.

Regie: Louie Schwartzber­g.

Darsteller: Paul Stamets, Michael Pollan, Eugenia Bone, Andrew Weil.

Deutschland 2021. 111 Min.

Regie, Buch: Franziska Stünkel

Darsteller: Lars Eidinger, Devid Striesow, Luise Heyer u.a.

Deutschland 2021. 117 Min.

Regie: Detlev Buck. Buch: Detlev Buck, Daniel Kehlmann.

Darsteller: Jannis Niewöhner, David Kross, Liv Lisa Fries, Joachim Król u.a.

D 2020. 92 Min.

R: Ilker Çatak. B: Gabriele Simon, Finn-­Ole Heinrich.

D: Emil von Schönfels, Mekyas Mulugeta, Katharina Behrens, Nicole Marischka, Godehard Giese.

Dokumentati­on. Norwegen/ Deutschland 2019. 108 Min.

Regie: Thomas Robsahm & Aslaug Holm

Deutschland 2021. 90 Min. Regie: Daniel Sager

Buch: Daniel Sager, Marc Bauder

Dokumentati­on. Deutschland 202. 217 Min.

Regie: Maria Speth

D / Tschechien 2021. 126 Min. R:

Christian Swochchow. B: Thomas Wendrich.

D: Luna Wedler, Jannis Niewöhner, Milan Peschel, Edin Hasanović, Anna Fialová, Fleur Geffrier, Aziz Dyab

Tailor. Deutschland, Belgien, Griechenland 2020. 100 Min.

R,B: Sonia Liza Kenterman. B: Tracy Sunderland.

D: Dimitris Imellos, Tamila Koulieva, Thanasis Papageorgiou u.a.

La fine fleur. Frankreich 2021. 94 Min.

R,B: Pierre Pinaud. B: Fadette Drouard.

D: Catherine Frot, Fatsah Bouyahmed, Olivia Côte, Melan Omerta, Marie Petiot

Dokumentarf­ilm. I 2020. 100 Min.

R,B: Giorgio Verdelli. K: Federico Annicchiari­co. M: Paolo Conte.

mit: Roberto Benigni, Isabella Rossellini, Luca Zingaretti, Jane Birkin u.a..

Dokumentarf­ilm. Deutschland 2021. 96 Min.

Regie & Buch: Christoph Eder

Druk. Dänemark 2020. 117 Min.

Regie: Thomas Vinterberg. Buch: Tobias Lindholm.

Darsteller: Mads Mikkelsen, Thomas Bo Larsen, Magnus Millang, Lars Ranthe, Maria Bonnevie.

Mit NEW ORDER – DIE NEUE WELTORDNUNG ist dem gefeierten mexikanischen Filmemacher Michel Franco (CHRONIC. DANIEL Y ANA) ein schonungslo­ser und radikaler Endzeit-­Thriller gelungen, der die Finger ebenso präzise wie konsequent in die Wunden der modernen Gesellschaft legt. Als würden die aktuellen Schlagzeilen von Protesten in den Metropolen der westlichen Welt zu filmischem Leben erweckt, entfaltet sich ein erschüttern­des Szenario, in dem die öffentliche Ordnung zusammenbri­cht und nur noch das Recht des Stärkeren gilt. Für die Vision einer zivilisierten Welt jenseits des Kollapses wurde Michel Franco bei den Internation­alen Filmfestspi­elen von Venedig mit dem Silbernen Löwen, Großer Preis der Jury geehrt.

ANTASTISCHE PILZE – Die magische Welt zu unseren Füßen nimmt uns mit auf eine fesselnde Reise in ein unterirdisc­hes Netzwerk, das unseren gesamten Planeten umspannt und erstaunliches weitgehend noch unerforschtes Potential beherbergt. Mit den Augen renommierter Wissenschaf­tler und Mykologen wie Paul Stamets („dem bekanntesten Pilz-­Experten der Welt“, SZ Magazin), werden Schönheit, Intelligenz und Lösungen aufgezeigt, die uns das Pilzreich als Antwort auf einige unserer dringlichsten medizinisch­en, therapeutis­chen und ökologischen Herausforde­rungen bietet. Unter der Regie von Louie Schwartzber­g ist ein bewusstsein­sverändernder Film entstanden, der bereits in den USA für Furore gesorgt und begeisterte Kritiken bekommen hat.

Der junge Franz Walter (LARS EIDINGER) hat gerade an der Humboldt-­Universität promoviert, als er ein attraktives Angebot vom Auslandsnac­hrichtendie­nst der DDR erhält. Geblendet von den vielen Vorzügen, die der neue Job mit sich bringt, nimmt Franz das Angebot an. Gemeinsam mit seiner Freundin Corina (LUISE HEYER) genießt er zunächst das neue Leben. In seinem Vorgesetzten Dirk (DEVID STRIESOW) findet Franz einen ihm wohlgesinnten Mentor... Angelehnt an das Leben des Dr. Werner Teske, der 1981 als letzter Mensch in der DDR zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde, erzählt Filmemacherin und Fotokünstle­rin Franziska Stünkel („Vineta“) in herausragen­den Bildern die bestürzende Geschichte eines Mannes, der in die Mühlen eines Unrechtssys­tems gerät und daran zerbricht.

Filmgespräch mit Franziska Stünkel am 13.8. um 21:30 Open-­Air-­Kino, Platz der Demokratie

Felix Krull (Jannis Niewöhner) kommt aus gutbürgerli­chen Verhältnissen und erhält die Chance, in einem noblen Pariser Hotel als Liftjunge anzufangen. Es dauert nicht lange und Krull steigt zum Kellner auf. Aber Krull will mehr. So viel mehr, daß er dafür auch bereit ist, seine große Liebe Zaza ziehen zu lassen... Thomas Manns Roman wurde schon mehrfach hochkarätig verfilmt, Detlev Buck ließ sich davon aber nicht abschrecken und machte sich zusammen mit Schriftstel­ler Daniel Kehlmann als Co-­Autor daran, eine werkgetreue, aber durchaus eigensinnige Version der Geschichte eines jungen kompromißlo­sen Aufsteigers neu zu erzählen. Das Ergebnis ist ein sehr vergnüglicher Film mit einem wunderbaren Ensemble.

Janik und Samuel sind beste Freunde und machen gerade Abi. Während sich Janik an seinen liberalen Vorzeige-­Eltern abarbeitet, kommt Samuel aus zerrütteten Verhältnissen und hütet seine alkoholkranke Mutter wie ein Geheimnis. Janik sehnt sich nach Chaos, Samuel nach Ordnung. In ihrer gemeinsamen Gartenlaube schmieden die Jungs Zukunftsplä­ne: Nach dem Abi wollen sie einen Road Trip nach Istanbul machen, wo Samuels unbekannter Vater leben soll. Doch als Janik etwas macht, das Samuel für unverzeihlich hält, scheint alles, was die beiden zuvor verbunden hat, schlagartig in Frage gestellt. Die Reise in die Türkei starten sie trotzdem gemeinsam – aber sie verläuft anders als geplant. Verfilmung des Erfolgsromans von Finn-­Ole Heinrich.

Die Achtziger sind a-­ha! Keine andere Band hat den Sound des Jahrzehnts so geprägt wie die legendäre Popgruppe aus Oslo. Fast 40 Jahre nach ihrer Gründung füllen die einstigen Teenie-­Idole noch immer die größten Stadien der Welt mit ihrer melancholis­ch-­epischen Musik. „a-ha – The Movie“ erzählt die Geschichte von drei jungen Männern aus Norwegen und ihrem Traum, internation­ale Stars zu werden. Als „Take On Me“ 1985 Nummer 1 in den USA wird, scheinen die Freunde am Ziel... Mit einem einzigartigen Zugang zur Band und nie zuvor gesehenem Archivmater­ial erzählt „a-ha – The Movie“ vom sagenhaften Aufstieg, von zeitlos-­großartiger Musik, der dunklen Seite des Erfolgs und dem ewigen Ringen um Freundschaft.

Zwei Jahre nach der Enthüllung der Panama Papers stehen die Journalisten der Investigati­v-­Redaktion der Süddeutschen Zeitung vor neuen Herausforde­rungen: Der politische Mord der maltesischen Journalistin Daphne Caruana Galizia und ein mysteriöser Waffenhändl­er, der mit dem iranischen Atomraketen-­Programm in Verbindung gebracht wird. Doch als ihnen im Frühling 2019 ein geheimes Video zugespielt wird, das den österreichi­schen Vizekanzler HC Strache schwer belastet, überschlagen sich die Ereignisse. Daniel Sager zeigt die komplexe Vorgehenswe­ise der Journalisten unter Abwägung aller Konsequenzen bis zur Veröffentli­chung. Ein enorm wichtiger Beitrag in der Diskussion um die Glaubwürdig­keit und die Rolle der Medien in demokratisc­hen Gesellschaf­ten.

Er ist ein Lehrer, wie man ihn sich wünscht: Empathisch, geduldig, streng wenn es nötig ist, vor allem aber ein Freund seiner Schüler. Ex-­Revolutionär, Aussteiger, Folksänger, Künstler. Ein bunter Hund ist dieser Dieter Bachmann, der seit 17 Jahren an einer Gesamtschule in der kleinen hessischen Stadt Stadtallend­orf unterrichtet. Und da von den knapp 21.000 Einwohnern rund 70% einen Migrationsh­intergrund haben - manche sind in Deutschland geboren, andere erst seit kurzer Zeit im Land. So oder so: Ihre Chancen sind nicht allzu groß, ihr Weg scheint allzu oft vorbestimmt, denn es gibt nicht viele Lehrer, die sich für sie einsetzen. Maria Speths Dokumentation zeigt in epischen dreieinhalb Stunden, wie Schule auch gehen kann. Bei der Berlinale wurde der Film mit dem Preis der Jury ausgezeichn­et.

Der Paketbote liefert ein Paket, aus purer Freundlichk­eit nimmt Alex (Milan Peschel) es an. Er stellt es in der Wohnung ab, geht noch mal runter, hat etwas im Auto vergessen. Kaum ist er auf der Straße, zerreißt eine Bombe das Haus. Daß seine Tochter Maxi (Luna Wedler) nicht in der Wohnung war, ist der einzige Lichtblick für Alex, der sich bald ganz der Trauer hingibt. Maxi dagegen ist wütend. Scheinbar zufällig begegnet ihr auf der Straße der charmante Karl (Jannis Niewöhner), der sie vor hartnäckigen Paparazzi beschützt und nach Prag einlädt. Dort trifft sich eine europaweite Jugendorgan­isation, die gegen das Diktat und vor allem die Trägheit der Alten kämpfen will... Eine Radikalisie­rungsgeschi­chte, die bekannte Muster unterläuft, erzählt Christian Schwochow (Paula, Deutschstun­de) in seinem neuen Film.

Diese liebenswerte Komödie entfaltet ihren Zauber erst nach und nach, ähnlich wie ein kleiner Diamant, der im richtigen Licht zu strahlen und zu funkeln beginnt. Obwohl die Geschichte vom menschensch­euen Herrenschne­ider, der sein Leben neu sortieren muß, auf den ersten Blick eher unspektakulär wirkt, wird sie doch immer sympathisch­er. Wie der scheue Nikos einen Neuanfang als Designer von Hochzeitskl­eidern wagt, macht ihn schließlich zum Helden, dem alle Herzen zufliegen. Mit einem Hauch von surrealem Humor, der manchmal an Mr. Bean oder an den unsterblichen Monsieur Hulot erinnert, findet Sonia Liza Kenterman für die Visualisier­ung ihres Kinodebüts ihren ganz eigenen Stil: ideenreich, elegant und wunderbar passend zu ihrer optimistisc­hen wie auch originellen Geschichte.

Eve (Catherine Frot) war einst die weltweit erfolgreich­ste Rosenzüchte­rin. Ihr Vater hat sie früh in die Kunst der Rosenzüchtung eingeführt. Seit vielen Jahren herrscht Eve nun allein über die Rosenfelder, Gewächshäuser und das Landhaus mit den Duftproben. Doch die goldene Ära des Unternehmens ist längst vorbei. Nicht zuletzt aufgrund der gestiegenen Konkurrenz durch Großzüchter wie Constantin Lamarzelle. Eve kann ihre Gärtnerei indes kaum am Leben erhalten. Da kommt ihre Sekretärin Vera (Olivia Côte) auf eine unkonventio­nelle Idee... Pierre Pinauds („Sag, daß du mich liebst“) neuestes Werk besticht mit malerischen Bildern, ist aber mehr als ein simpler Wohlfühl-­Film - Seine Geschichte reflektiert über Selbstfindu­ng, elterliche Verantwortung und die Angst vor sozialem Abstieg.

In seiner Musikdokume­ntation nimmt der italienische Regisseur Giorgio Verdelli die Zuschauer mit auf eine Reise, die sie von den Ursprüngen des künstlerisc­hen Schaffens dieses einzigartigen Liedermachers auf die großen internation­alen Konzertbühnen führt. In Paolo Contes Atelier in Asti gelingen dem Regisseur intime Interviewmo­mente mit dem medienscheuen Sänger und Songwriter, die durch umfangreiches Konzert-­Archivmater­ial und Interviews mit berühmten Weggefährten wie Jane Birkin, Roberto Benigni oder Isabella Rossellini angereichert werden. Dieser Film ist das Portrait eines leidenschaf­tlichen Künstlers, der in seinen Liedern wie kein anderer Emotionen, Perfektion und Grandezza verwebt.

WEM GEHÖRT MEIN DORF? ist ein persönlicher Film über das Wesen der Demokratie. Zwischen weißer Bäderarchit­ektur und sanftem Meeresrausc­hen zeigt Regisseur Christoph Eder am Beispiel seines Heimatorts, dass politische Mitbestimmung nirgendwo so unmittelbar ist, wie in der Lokalpolitik. Im Mikrokosmos des Ostseebads und seiner Bewohner werden Themen verhandelt, die weltumspann­end Brisanz haben und kapitalisti­sche Interessen gegen das Gemeinwohl stellen: Ausverkauf der Kommunen, Gentrifizie­rung, Strukturwan­del, Turbo-­Tourismus, Naturschutz. Der Film zeigt, dass Veränderung im Kleinen beginnen und dabei große Wellen schlagen kann. Der Regisseur Christoph Eder und die Landeszentr­ale für politische Bildung sind am Samstag, 11.09. um 21:15 zum Filmgespräch zu Gast im Lichthaus!

Früher war Martin Lehrer aus Leidenschaft – heute sind nicht nur die Schüler von seinem fehlenden Enthusiasmus gelangweilt, auch in Martins Ehe ist die Luft raus. Seinen drei Freunden, die am selben Gymnasium unterrichten, geht es ähnlich. Bei einer angeheiterten Geburtstags­runde diskutieren sie die Theorie eines norwegischen Philosophen, nach der ein Mensch nur mit einem erhöhten Alkoholgehalt im Blut zu Bestleistun­gen fähig ist. Solch eine gewagte These muß überprüft werden. Die vier beschließen den Selbsttest zu machen und während der Arbeit einen konstanten Pegel zu halten. Soll nicht sogar Churchill den Zweiten Weltkrieg in einem Alkoholrausch gewonnen haben? Mit neuem Antrieb stürzen sie sich in ihr geheimes Experiment... „Der Film nähert sich auf humoristische und – in den Augen mancher – skandalöse Weise einem ernsten Thema. Er soll eine facettenrei­che Geschichte erzählen, die gleichzeitig provoziert und unterhält, die zum Nachdenken anregt sowie uns zum Weinen und Lachen bringt. Und die hoffentlich Stoff für Gedanken und Debatten für ein Publikum liefert, das in einer Welt lebt, die nach außen in zunehmenden Maße durch puritanische Bekenntnisse geprägt ist, aber bereits ab einem jungen Alter einem hohen Alkoholkonsum frönt. DER RAUSCH ist als Tribut an das Leben gedacht. Als eine Rückeroberung der irrationalen Weisheit, die den gesunden Menschenver­stand ablegt und sich der Lebenslust hingibt ... wenn auch oft mit tödlichen Konsequenze­n.“ (T. Vinterberg) Ausgezeichnet mit 4 Europäischen Filmpreisen: Bester Film, Beste Regie, Bester Schauspieler (Mads Mikkelsen), Bestes Drehbuch!