Deutschstunde

Nurejew - The White Crow

Systemspren­ger

Der Glanz der Unsichtbaren

Joker (OmU)

Midsommar

Skin

M. C. Escher - Reise in die Unendlichkeit

Ad Astra (OmU)

Heimsuchung

Der lebende Leichnam - Das Ehegesetz

Immer und ewig

Do 10.10.-Mi 16.10., 19:15 [S1]

Do 10.10.-Mi 16.10., 17:00 [S1]

Do 10.10.-Mi 16.10., 17:20 [S3]

Do 10.10.-Mi 16.10., 19:00 [S2]

Do 10.10.-Mi 16.10., 19:30 [S3]

So 13.10.-Mi 16.10., 21:00 [S2]

Mi 16.10., 21:00 [S1]

Di 15.10.-Di 15.10., 21:30 [S1]

Skin (OmU)

Mo 14.10.-Mo 14.10., 21:20 [S1]

Mo 14.10.-Di 15.10., 21:40 [S3]

Ad Astra - Zu den Sternen

Mi 16.10.-Mi 16.10., 21:40 [S3]

Sa 19.10.-Sa 19.10., 19:30 [S3]

So 20.10.-So 20.10., 19:15 [S1]

Stummfilm & Livemusik

Mi 23.10.-Mi 23.10., 20:00 [S3]

D 2019. 125 Min.

R: Christian Schwochow. B: Heide Schwochow, Roman von Siegfried Lenz.

D: Levi Eisenblätter, Ulrich Noethen, Tobias Moretti, Maria Dragus, Johanna Wokalek

GB 2019. 128 Min.

Regie: Ralph Fiennes.

Darsteller: Oleg Ivenko, Ralph Fiennes, Louis Hofmann, Adèle Exarchopoulos u.a.

D 2019. 119 Min.

R, B: Nora Fingscheidt.

D: Helena Zengel, Albrecht Schuch, Lisa Hagmeister, Gabriela Maria Schmeide, Melanie Straub.

F 2018. 102 Min.

R: Louis-­Julien Petit. B: Marion Doussot, Claire Lajeunie.

D: Audrey Lamy, Corinne Masiero, Noémie Lvovsky, Déborah Lukumuena, Adolpha van Meerhaeghe.

USA 2019. 122 Min.

Regie: Todd Phillips

D: Joaquin Phoenix, Robert De Niro, Marc Maron, Zazie Beetz, Shea Whigham u.a.

deutschenglishUSA 2019. 147 Min.

Regie & Buch: Ari Aster.

Darsteller: Florence Pugh, Jack Reynor, William Jackson Harper, Will Poulter, Vilhelm Blomgren, Isabelle Grill, Gunnell Fred u.a.

deutschenglishUSA 2018. 110 Min.

Regie & Buch: Guy Nattiv.

Darsteller: Jamie Bell, Bill Camp, Vera Farmiga, Danielle MacDonald, Mike Colter, Kylie Rogers u.a.

NL 2018. 81 Min.

Regie: Robin Lutz.

Darsteller: Matthias Brandt (Stimme/Erzähler), Graham Nash, George Escher, Jan Escher

US 2019. 125 Min.

R, B: James Gray. B: Ethan Gross.

D: Brad Pitt, Tommy Lee Jones, Donald Sutherland, Ruth Negga, Kimberly Elise.

D 2019. 86 Min.

uch und Regie: Wolfgang Andrä.

Darsteller: Markus Fennert, Ulrike Schuster, Elisabeth Heckel, Walid Al-­Atiyat, Husam Chadat, Amina Merai u.a.

Shivoj trup. D/UdSSR 1929.

Regie: Fjodor Ozep nach L. Tolstoi. K: Anatoli Golownja, Piel Jutzi.

D: Wsewolod Pudowkin, Maria Jacobini, Gustav Diessl, Vera Marezkaja, Boris Barne u.a.

Dokumentati­on. Schweiz 2018. 85 Min.

Skript & Regie: Fanny Bräuning.

Mitwirkende: Niggi, Annette und Fanny Bräuning.

Deutschland, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Jugendliche Siggi Jepsen muß in einer Strafanstalt einen Aufsatz zum Thema „Die Freuden der Pflicht“ schreiben. Er findet keinen Anfang, das Blatt bleibt leer. Als er die Aufgabe am nächsten Tag nachholen muß, diesmal zur Strafe in einer Zelle, schreibt er wie besessen seine Erinnerungen auf. Erinnerungen an seinen Vater Jens Ole Jepsen, der während des NS-­Regimes als Polizist in einem kleinen norddeutschen Dorf den Pflichten seines Amtes rückhaltlos ergeben war.

Christian Schwochow („Westen“, „Paula“) adaptiert den Nachkriegsr­oman Roman von Siegfried Lenz – hochkarätige Literaturve­rfilmung mit einem herausragen­den Schauspiele­r-­Ensemble.

Paris in den 1960er Jahren: Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges schickt die

Sowjetunion ihre beste Tanzkompanie in den Westen, um ihre künstlerische Überlegenheit zu demonstrier­en. Das Leningrader Kirow-­Ballett um den jungen Tänzer Rudolf Nurejew begeistert die Pariser Zuschauer. Abseits der Bühne läßt sich Nurejew durch die Museen und Jazz-­Clubs der Stadt treiben, genießt die neue Freiheit – sehr zum Missfallen der ihm folgenden KGB-­Spione. Als Nurejew beschließt in Frankreich politisches Asyl zu beantragen, beginnt ein höchst riskantes Katz- und Mausspiel mit dem sowjetischen Geheimdienst. Ralph Fiennes inszeniert die unglaubliche Geschichte der sowjetischen Ballettlege­nde – eindrucksvoll und atmosphäris­ch, gedreht auf 16mm.

Pflegefamil­ie, Wohngruppe, Sonderschule: Egal, wo Benni hinkommt, sie fliegt sofort wieder raus. Die wilde Neunjährige ist das, was man im Jugendamt einen „Systemspren­ger“ nennt. Dabei will Benni nur eines: Liebe, Geborgenheit und wieder bei ihrer Mutter wohnen! Doch Bianca hat Angst vor ihrer unberechenb­aren Tochter. Als es keinen Platz mehr für Benni zu geben scheint und keine Lösung mehr in Sicht ist, versucht der Anti-­Gewalttrainer Micha, sie aus der Spirale von Wut und Aggression zu befreien.

Nora Fingscheidt­ inszeniert einen eindrucksvo­llen, intensiven Debütfilm, der vor allem durch die erstaunliche Performance seiner jungen Hauptdarste­llerin überzeugt. Ausgezeichnet in Berlin mit dem Silbernen Bären und dem Alfred-­Bauer-­Preis!

Lady Di, Edith Piaf, Salma Hayek, Brigitte Macron: Die meisten der Besucherinnen des Tageszentrums für wohnungslose Frauen L’Envol nennen sich nach prominenten Vorbildern. Doch das L’Envol, einziger Ankerpunkt ihres prekären Alltags, steht vor der Schließung. Drei Monate bleiben den Sozialarbei­terinnen Manu, Audrey, Hélène und Angélique, um ihren Schützlingen wieder auf die Beine zu helfen. Und die ziehen kräftig mit. Gemeinsam finden Betreuerinnen und Betreute mit ungeahntem Schwung ganz neue Wege zur Reintegrati­on.

Louis-­Julien Petit inszeniert eine herzliche, spritzige und pointierte Sozialkomöd­ie, deren überwiegend von Laien gespielte Figuren eine große Wahrhaftigk­eit ausstrahlen.

Arthur Fleck sucht in der zerrütteten Gesellschaft Gothams nach seinem Platz. Während man ihn tagsüber als Clown anheuern kann, strebt Arthur nachts danach, ein Stand-­up-­Comedian zu sein – doch am Ende scheint der Scherz immer auf seine Kosten zu gehen. Gefangen in einer Abwärtsspir­ale aus Gleichgülti­gkeit und Grausamkeit trifft Arthur schließlich eine Entscheidung, die nicht wieder rückgängig zu machen ist...

Todd Phillips interpretiert die DC-­Figur des Joker, der ikonische Erzfeind Batmans, als gebrochenen Antihelden, dessen Entwicklung ganz ohne fantastische Elemente mit größter Intensität fühlbar gemacht wird - eine düstere Charakterst­udie, unvergleich­lich portraitiert von Joaquin Phoenix ausgezeichnet mit dem Goldenen Löwen in Venedig!

Obwohl ihre Beziehung kriselt, schließt sich Dani ihrem Freund Christian und dessen Clique an, um in einem kleinen schwedischen Ort ein außergewöhn­liches Mittsommer-­Festival zu feiern. Doch der anfänglich idyllische Eindruck der abgelegenen Gemeinschaft trügt, die freundlichen Dorfbewohner verhalten sich nach und nach merkwürdiger: Sie bereiten sich auf ein besonderes Mittsommer-­Ritual vor, das nur alle 90 Jahre zelebriert wird und das sonnengeflu­tete Paradies bis in die Eingeweide erschüttern soll...

Ari Aster (Hereditary – Das Vermächtnis) verbindet sein Beziehungsd­rama mit einem Albtraum-­Märchen um nordische Mythen und Rituale – ein kultverdäch­tiger Horrorfilm, atemberaubend bebildert.

Erzogen von zwei glühenden Anhängern der White-­Supremacy-­Ideologie, trägt Bryon den Hass tief im Herzen und sichtbar auf der Haut: Die Tattoos des kahl rasierten jungen Mannes überziehen auch sein Gesicht, darunter jede Menge rechte Parolen und Symbole. Als er die dreifache Mutter Julie kennen- und lieben lernt, die der rechten Szene gerade den Rücken gekehrt hat, will er ebenfalls aussteigen und sucht Hilfe bei dem Menschenrec­htsaktivisten Daryle. Doch seine rassistische „Familie“ läßt Bryon nicht so einfach gehen. Guy Nattiv inszeniert einen packenden, authentischen Thriller um den Ausstieg aus der rechten Szene – ein wichtiger Film, mit einer beeindrucke­nden Performance von Jamie Bell.

Treppen, die gleichzeitig aufsteigen und hinabgehen, um sich in einem Kreis zu verbinden. Figuren, die sich in 2D-­Schablonen verwandeln, um wieder plastisch zu werden. Mit seinen paradoxen und surrealen Bildwelten fasziniert M.C. Escher bis heute... „Ich fürchte, es gibt nur eine Person, die einen guten Film über meine Drucke machen kann: ich selbst“, schrieb Escher an einen amerikanisc­hen Sammler im Jahr 1969. Die Warnung des genialen Künstlers macht der preisgekrönte Dok-­Filmer Robin Lutz zum Konzept und läßt in seinem Biopic das Leben der Kunst-­Ikone mit dessen eigenen Worten erzählen. Briefe, Tagebuchauf­zeichnungen, Notizen und Vorträge geben Einblick in Gedanken und Arbeit des Künstlers - ein visuelles Vergnügen und ein spannender Trip in faszinierend geheimnisvo­lle Bilderwelten.

Astronaut Roy McBride (Brad Pitt) ist ein Einzelgänger, bei der Arbeit immer hochkonzent­riert und stets gelassen. Vor 30 Jahren brach sein Vater (Tommy Lee Jones) zu einer Mission ins All auf, um nach außerirdisc­hem Leben zu forschen – doch nach einigen Jahren brach der Kontakt ab. Als die Erde von gefährlichen elektromagn­etischen Stürmen aus dem All heimgesucht wird, eröffnet die zuständige Weltraum-­Behörde Roy, daß ein Zusammenhang zwischen diesen Stürmen und der eigentlich verloren geglaubten Forschungss­tation seines Vaters vermutet wird. Roy bricht auf, seinen Vater zu finden - Eine Reise ins Ungewisse und zu sich selbst. James Grays Venedigbeit­rag erinnert zeitweise an „Gravity“ oder „Interstella­r“, bleibt aber dank des eigenwilligen Tempos und seiner Ästhetik einzigartig.

Das neue Integration­sgesetz ist da! Ab jetzt müssen alle Deutschen einen Geflüchteten aufnehmen. Doch drei Nachbarn widersetzen sich der Zwangseinwe­isung. Sie bestechen den Leiter des Flüchtlings­heims und können so die ihnen Zugewiesenen untereinander aushandeln. Im bunkerähnli­chen Keller des Heimes werden alle miteinander eingeschlos­sen. Dort fechten die sechs bei einem erbitterten Kampf aus, wer zu wem am besten paßt. Ein surreal-­komischer Schlagabtau­sch und bissiger Kommentar zur Gegenwart.

Premiere am 19.10. um 19:30 mit: Wolfgang Andrä (Regie), Marius Böttcher (Kamera), Yvonne Andrä (Produktion), Stefan Petermann (Ton) und den Schauspielern Markus Fennert und Ulrike Schuster.

Fedja erfährt eines Tages, daß seine Frau Lisa einen anderen liebt. Er will ihrem Glück nicht im Wege stehen und sich scheiden lassen. Das strikte Reglement durch Staat und Kirche machen eine Trennung aber unmöglich. So plant Fedja zunächst einen vorgetäusch­ten Ehebruch, bricht aber unter der Last der Lüge zusammen und sieht den einzigen Ausweg darin, seinen Tod vorzutäuschen und unterzutauc­hen... Absolut vereinnahmend durch die aufreibende Erzählweise und den rasanten Schnitt, zählt Der lebende Leichnam als düster-­groteskes und sozialkriti­sches Melodram zu den wichtigsten Werken des sowjetischen Montagekino­s.

Richard Siedhoff begleitet den Film am Sonntag, 20.10. um 19:15 live am Klavier!

Ein Liebespaar, beide Ende 60, startet von Basel aus eine Reise kreuz und quer durch Südeuropa. Am Steuer des Campers sitzt Niggi, leidenschaf­tlicher Fotograf und Tüftler, neben ihm Annette, seine vom

Hals abwärts gelähmte Frau. Seit 20 Jahren ist sie rund um die Uhr auf Hilfe und Pflege angewiesen. Mutig und mit Witz und Charme ringen die beiden dem Leben ab, was immer es an Schönem für sie bereithält. Ein Film über einen starken Lebenswillen und einen Tüftler, der seinen Bus zu einem Pflegezimmer umgebaut hat.

Im Anschluß an die Filmvorführ­ung am 23.10. um 20:00 übertragen wir ein Live-­Gespräch aus Berlin mit der Regisseurin­ und Verbandsmit­gliedern der DMSG (Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaf­t).