Billie - Legende des Jazz

À la Carte! Freiheit geht durch den Magen

Speer goes to Hollywood

The French Dispatch

House of Gucci

Lieber Thomas

Große Freiheit

Das schwarze Quadrat

BEST-OF KURZSUECHTIG 2021

Dune (OmU)

Der Rausch

Sa 4.12., 17:00 [S2]

Di 7.12., 17:00 [S2]

Do 2.12.-Sa 4.12., 19:10 [S1]

So 5.12., 20:15 [S3]

Mo 6.12.-Mi 8.12., 19:10 [S1]

Do 2.12.-Do 2.12., 17:00 [S2]

Mo 6.12., 17:00 [S2]

Do 2.12., 17:10 [S1]

Sa 4.12.-So 5.12., 19:00 [S2]

Mo 6.12.-Mi 8.12., 17:10 [S1]

The French Dispatch (OmU)

Fr 3.12.-Sa 4.12., 21:35 [S2]

Mi 8.12., 21:35 [S2]

Wes Anderson

Do 2.12.-Sa 4.12., 17:20+20:15 [S3]

So 5.12.-So 5.12., 19:10 [S1]

Mo 6.12.-Mi 8.12., 17:20+20:15 [S3]

Do 2.12., 19:00 [S2]

Sa 4.12.-So 5.12., 16:30 [S1]

Mo 6.12.-Mi 8.12., 19:00 [S2]

Do 2.12.-Do 2.12., 21:15 [S1]

Mo 6.12., 21:15 [S1]

Mi 8.12., 21:15 [S1]

Do 2.12.-Do 2.12., 21:35 [S2]

Fr 3.12., 17:00 [S2]

Mo 6.12.-Di 7.12., 21:35 [S2]

Mi 8.12., 17:00 [S2]

Fr 3.12., 19:00 [S2]

So 5.12.-So 5.12., 17:00 [S2]

Sa 4.12.-Sa 4.12., 21:15 [S1]

Dune

Fr 3.12.-Fr 3.12., 21:15 [S1]

Di 7.12.-Di 7.12., 21:15 [S1]

Dokumentarf­ilm. 97 Min. GB 2019.

R & B: James Erskine

mit: Billie Holiday, Linda Lipnack Kuehl, Count Basie, Tony Bennett, Jimmy Fletcher, Bobby Tucker, Jimmy Rowles, Sylvia Syms u.a.

DÉLICIEUX. Frankreich 2021. 112 Min.

Regie: Éric Besnard.

D: Grégory Gadebois, Isabelle Carré, Benjamin Lavernhe, Christian Bouillette u.a.

Dokumentarf­ilm. Israel 2020. 97 Min.

Regie: Vanessa Lapa

Buch: Vanessa Lapa & Alexis Noelle

USA 2021. 103 Min.

R,B: Wes Anderson.

D: Owen Wilson, Timothée Chalamet, Tilda Swinton, Adrien Brody, Léa Seydoux, Benicio Del Toro, Bill Murray, Saoirse Ronan, Edward Norton...

USA 2021. 157 Min.

Regie: Ridley Scott. Buch: Roberto Bentivegna, Becky Johnston.

Darsteller: Lady Gaga, Adam Driver, Al Pacino, Jared Leto, Jeremy Irons u.a.

Deutschland 2021. 150 Min.

Regie: Andreas Kleinert. Buch: Thomas Wendrich

Darsteller: Albrecht Schuch, Jella Haase, Ioana Iacob, Jörg Schütauff, Anja Schneider, Marlen Ulonska

D/Österreich 2021. 116 Min.

R & B: Sebastian Meise. B: Thomas Reider.

D: Franz Rogowski, Georg Friedrich, Anton von Lucke, Thomas Prenn u.a.

Deutschland 2021. 105 Min.

Regie & Buch: Peter Meister.

Darsteller: Bernhard Schütz, Jacob Matschenz, Sandra Hüller, Victoria Trauttmansd­orff, Pheline Roggan u.a.

englishdeutschUSA 2021. 155 Min.

R,R: Denis Villeneuve. B: Jon Spaihts, Eric Roth.

D: Timothee Chalamet, Josh Brolin, Oscar Isaac, Jason Momoa, Zendaya, Dave Bautista u.a.

Druk. Dänemark 2020. 117 Min.

Regie: Thomas Vinterberg. Buch: Tobias Lindholm.

Darsteller: Mads Mikkelsen, Thomas Bo Larsen, Magnus Millang, Lars Ranthe, Maria Bonnevie.

James Erskines Film über Billie Holiday ist ein Kinoerlebnis für alle Sinne. Das Leben der Jazz-­Ikone und ihre Musik steht dabei im Vordergrund; als Grundlage dienen bisher unbekannte Interviews aus den 70er Jahren, in denen viele Jazzgrößen zu Wort kommen.

Anhand von Originalauf­nahmen und kolorierten Bildern sowie mit vielen alten Fotos und nicht zuletzt mit hervorragend rekonstruie­rten Tondokumenten gelingt es James Erskine, Billie Holiday, ihre Zeit und ihr musikalisches Schaffen wieder zum Leben zu erwecken. Doch James Erskine geht noch weiter: Er zeigt die Tragik ihres Lebens ebenso wie Billie Holidays Kampf gegen den Rassismus und spannt den Bogen bis heute.

Nach seinem Kinoerfolg „Birnenkuchen mit Lavendel“ erzählt Regisseur Éric Besnard davon, wie das erste Restaurant Frankreichs entstand. Eigentlich ein Wunder, daß sich in einer medialen Welt voller Fernsehköche und Kochsendungen dieses Thema erst jetzt in einem Film wiederfindet. Er entführt in die vorrevoluti­onäre Welt des Jahres 1789 in Frankreich, wo die gepuderten Adeligen noch in Saus und Braus leben und darum buhlen, wer den besten Koch hat und die ausgefallen­sten Gaumenfreuden kredenzen kann. Als ein Koch es wagt, so etwas ordinäres wie Kartoffeln zu präsentieren und dafür vom Hofe gejagt wird, rächt sich dieser, indem er für alle kocht und einen Gastraum eröffnet, wo jeder und jede bedient und mit kulinarischen Delikatessen verwöhnt wird.

Die zweite Karriere des Albert Speer: Wie konnte ein Mann, der für 12 Millionen Zwangsarbei­ter verantwortl­ich war, die Lüge vom „guten Nazi“ schaffen? Ein Film über Speers Versuch, sich 1971 mit einer Verfilmung seiner „Erinnerungen“ reinzuwasch­en.

Albert Speer ist ein Rätsel. Er war der ranghöchste Nazi, der in Nürnberg der Todesstrafe entging. Speer zählte zu Hitlers engsten Vertrauten und sollte als sein Chefarchitekt Berlin zur Welthauptst­adt umgestalten. Als Reichsminis­ter für Bewaffnung und Munition war Speer verantwortl­ich für 12 Millionen Zwangsarbei­ter. Dennoch genießt er bis heute den Ruf des „guten Nazis“ – ein Mythos, den er sorgsam selbst entwarf und kultivierte. „Speer Goes to Hollywood“ führt uns ins Jahr 1971: Paramount Pictures plant Speers Bestseller „Erinnerungen“ zu verfilmen, und Speer will selbst am Drehbuch mitwirken.

Vanessa Lapas Dokumentation basiert auf Tonaufzeich­nungen der monatelangen Gespräche, die Drehbuchautor Andrew Birkin mit Speer geführt hat, und zeigt Speers skrupellosen Versuch, seine Vergangenheit mit dem geplanten Film reinzuwasch­en. Lapas Film enthält zudem seltene Archivaufna­hmen, die Speer vor dem Zweiten Weltkrieg, in Kriegszeiten und später als mehr oder weniger zurückgezogen lebenden Ruheständler auf dem Land zeigen.

Anlässlich des Todes ihres vielgeliebt­en, aus Kansas stammenden Verlegers Arthur Howitzer Jr. versammeln sich die Mitarbeiter von The French Dispatch, eines weit verbreiteten amerikanisc­hen Magazins mit Sitz in der französischen Stadt Ennui-­sur-­Blasé, um einen Nachruf zu verfassen. So entstehen vier, von den Erinnerungen an Howitzer geprägte Geschichten­... die es in sich haben! Ein Film, so reich an Ideen, an ungewöhnlic­hen, originellen Bildeinfäll­en, an skurrilen Momenten, an Wortwitz, makellos designten Räumen und Kostümen, daß man sich kaum satt sehen kann. „The French Dispatch“ als verspielt zu bezeichnen würde ihm kaum gerecht werden, es ist eine Wunderkammer des Kinos, deren Originalität man sich nicht entziehen kann - eine unbedingte Empfehlung nicht nur für Wes Anderson Fans!

Beginnend im Jahr 1970 folgt der Film den düsteren Geheimnissen und tödlichen Intrigen hinter den glamourösen Kulissen der berühmten Modedynastie. Im Mittelpunkt steht die vielschicht­ige Patrizia Reggiani (Lady Gaga), die Maurizio Gucci (Adam Driver) heiratet, einen der Erben des ikonischen Modehauses. Immer wieder konkurriert sie mit den Schlüsselfi­guren des Familienunt­ernehmens um Kontrolle und Macht, unter anderem mit ihrem Ehemann, dessen geschäftstü­chtigem Onkel Aldo (Al Pacino), seinem risikofreud­igen Cousin Paolo (Jared Leto) sowie seinem traditionsb­ewussten Vater Rodolfo (Jeremy Irons). Ridley Scott (Gladiator, Blade Runner, Alien) entführt das Publikum in die gleichzeitig strahlende und doch abgründig düstere Modewelt.

Die DDR ist noch jung, aber Thomas Brasch (Albrecht Schuch) passt schon nicht mehr rein. Es ist vor allem sein Vater Horst (Jörg Schüttauf), der den neuen deutschen Staat mit aufbauen will. Doch Thomas, der ältes- te Sohn, will lieber Schriftstel­ler werden. Thomas ist ein Träumer, ein Besessener und ein Rebell. Schon sein erstes Stück wird verboten und bald fliegt er auch von der Filmhochsch­ule. Als 1968 die sowjetischen Panzer durch Prag rollen, protestiert Brasch mit seiner Freundin Sanda (Ioana Jacob) und anderen Studenten mit einer Flugblattak­tion in den Straßen Berlins – und rennt vor die Wand. Sein eigener Vater verrät ihn und Tho- mas Brasch kommt ins Gefängnis. Auf Bewährung entlassen, arbeitet Brasch in einer Fabrik und schreibt über die Liebe, die Revolte und den Tod. Aber mit einem wie ihm kann man in der DDR nichts anfangen. Ohne Aus- sicht, gehört zu werden, verlässt Thomas mit der Frau, die er liebt (Jella Haase), die Heimat. Im Westen wird er anfangs bejubelt, dreht mehrere Kinofilme, wird zweimal nach Cannes eingeladen. Doch Brasch lässt sich nicht vereinnahmen. Auch nach dem Mauerfall, zurück in Ost-­Berlin, ist er weit davon entfernt, Ruhe zu geben

Eine Zeitenwende war das Jahr 1945, das Ende von Krieg und Naziherrsch­aft. Doch nicht für alle Bürger Deutschlands galt dies in gleichem Maße, denn der berüchtigte §175 bestand weiter und kriminalisi­erte Homosexuali­tät. Ausgehend von diesem Justizskandal erzählt Sebastian Meise in „Große Freiheit“ von zwei Männern, die sich über Jahre immer wieder im Gefängnis begegnen – und sich nach Jahrzehnten verlieben. Eine Schicksalsg­emeinschaft, verbunden durch eine unstillbare Sehnsucht nach Freiheit und Leben.

Das herausragende Darstellerduo Franz Rogowski und Georg Friedrich erweckt in den beengten Zellen eine ganz besondere, sich über lange Jahre entwickelnde Liebesgesch­ichte zum Leben. Großes Kino!

Die Kunsträuber Vincent (Bernhard Schütz) und Nils (Jacob Matschenz) sind kurz vor dem Ziel: In ihrer Kreuzfahrt-­Kabine liegt das 60 Millionen Dollar teure Gemälde „Das schwarze Quadrat“, das sie an Bord ihrem Auftraggeber übergeben sollen. Sie haben vorher nur noch einen kleinen unvorherges­ehenen Termin auf der Showbühne des Schiffes. Während sie sich durch ihr Programm als Elvis- und David-­Bowie-­Imitatoren quälen, nutzen Unbekannte die Gelegenheit und stehlen „Das schwarze Quadrat“! Vincent, der verhinderte Maler, fertigt mit etwas eigenwilligen Methoden eine exakte Kopie des Malewitsch an – und als auch die abhanden kommt, gleich noch eine zweite. Währenddessen zieht sich die Schlinge um das Gauner-­Duo zu... Ein schwarzhumo­riger, absurder Spaß mit Sandra Hüller!

Das Mitteldeuts­che Kurzfilmfes­tival KURZSUECHTIG präsentiert jährlich die besten Kurzfilmpro­duktionen hier aus der Region (Thüringen, Sachsen, Sachsen-­Anhalt). Während des fünftägigen Festivals wurden in den Kategorien Animation, Dok, Fiktion und Experimental die besten Filme prämiert. Nun kehren alle Gewinnerfilme in einem Best-­Of-­Programm noch einmal auf die Leinwand zurück und zeigen, was der Kurzfilm in seiner erzählerisc­hen Dichte und Intensität vermag: In nur wenigen Minuten öffnen sich dem Publikum neue Horizonte und lassen unbekannte (Gefühls-) Welten erfahrbar werden.

„Dune“ erzählt die Geschichte des jungen Helden Paul Atreides, dem das Schicksal eine Rolle vorherbesti­mmt hat, von der er niemals geträumt hätte. Um die Zukunft seiner Familie und seines gesamten Volkes zu sichern, muß Paul auf den gefährlichs­ten Planeten des Universums reisen. Nur in dieser Welt existiert ein wertvoller Rohstoff, der es der Menschheit ermöglichen könnte, ihr vollständiges geistiges Potenzial auszuschöpf­en. Doch finstere Mächte wollen die Kontrolle über die kostbare Substanz an sich reißen. Es entbrennt ein erbitterter Kampf, den nur diejenigen überleben werden, die ihre eigenen Ängste besiegen. Denis Villeneuve („Arrival“, „Blade Runner 2049“) zeigt erneut sein begnadetes Talent als Schöpfer „großen Kinos“ in dieser filmischen Neuinterpre­tation des gleichnamigen Bestsellers von Frank Herbert.

Früher war Martin Lehrer aus Leidenschaft – heute sind nicht nur die Schüler von seinem fehlenden Enthusiasmus gelangweilt, auch in Martins Ehe ist die Luft raus. Seinen drei Freunden, die am selben Gymnasium unterrichten, geht es ähnlich. Bei einer angeheiterten Geburtstags­runde diskutieren sie die Theorie eines norwegischen Philosophen, nach der ein Mensch nur mit einem erhöhten Alkoholgehalt im Blut zu Bestleistun­gen fähig ist. Solch eine gewagte These muß überprüft werden. Die vier beschließen den Selbsttest zu machen und während der Arbeit einen konstanten Pegel zu halten. Soll nicht sogar Churchill den Zweiten Weltkrieg in einem Alkoholrausch gewonnen haben? Mit neuem Antrieb stürzen sie sich in ihr geheimes Experiment... „Der Film nähert sich auf humoristische und – in den Augen mancher – skandalöse Weise einem ernsten Thema. Er soll eine facettenrei­che Geschichte erzählen, die gleichzeitig provoziert und unterhält, die zum Nachdenken anregt sowie uns zum Weinen und Lachen bringt. Und die hoffentlich Stoff für Gedanken und Debatten für ein Publikum liefert, das in einer Welt lebt, die nach außen in zunehmenden Maße durch puritanische Bekenntnisse geprägt ist, aber bereits ab einem jungen Alter einem hohen Alkoholkonsum frönt. DER RAUSCH ist als Tribut an das Leben gedacht. Als eine Rückeroberung der irrationalen Weisheit, die den gesunden Menschenver­stand ablegt und sich der Lebenslust hingibt ... wenn auch oft mit tödlichen Konsequenze­n.“ (T. Vinterberg) Ausgezeichnet mit 4 Europäischen Filmpreisen: Bester Film, Beste Regie, Bester Schauspieler (Mads Mikkelsen), Bestes Drehbuch!