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Die Frau im Nebel

The Banshees of Inisherin

The Son

Die Aussprache

Maria träumt - oder: Die Kunst des Neuanfangs

Der Geschmack der kleinen Dinge

Luanas Schwur

Aus meiner Haut

Daniel Richter

Wann kommst Du meine Wunden küssen

Was man von hier aus sehen kann

Fr 10.2.-Fr 10.2., 17:30 [S3]

Sa 11.2., 21:40 [S3]

So 12.2., 17:30 [S3]

Mo 13.2.-Mi 15.2., 19:20 [S1]

Do 9.2.-So 12.2., 21:10 [S2]

Di 14.2.-Mi 15.2., 21:10 [S2]

Die Frau im Nebel (OmU)

Mo 13.2.-Mo 13.2., 21:10 [S2]

Do 9.2.-So 12.2., 19:20 [S1]

The Banshees of Inisherin (OmU)

Mo 13.2.-Mi 15.2., 21:40 [S3]

So 12.2.-So 12.2., 17:00 [S2]

The Son (OmU)

Do 9.2.-Do 9.2., 17:00 [S2]

Do 9.2.-Mi 15.2., 19:30 [S3]

Die Aussprache (OmU)

Mo 13.2.-Mo 13.2., 21:30 [S1]

Do 9.2., 17:30 [S3]

Sa 11.2., 17:30 [S3]

Di 14.2.-Mi 15.2., 17:30 [S3]

Do 9.2.-Mi 15.2., 19:10 [S2]

Do 9.2., 21:30 [S1]

Sa 11.2.-So 12.2., 21:30 [S1]

Di 14.2.-Di 14.2., 17:00 [S2]

Do 9.2.-Fr 10.2., 21:40 [S3]

So 12.2., 21:40 [S3]

Di 14.2.-Mi 15.2., 21:30 [S1]

Fr 10.2.-Fr 10.2., 17:00 [S2]

Mo 13.2., 17:00 [S2]

Fr 10.2.-Fr 10.2., 21:30 [S1]

Sa 11.2.-Sa 11.2., 17:00 [S2]

Mo 13.2.-Mo 13.2., 17:30 [S3]

Mi 15.2., 17:00 [S2]

Belgien/Frankreich/Niederlande 2022. 105 Min. Regie: Lukas Dhont. Mit: Eden Dambrine, Gustav de Waele, Émilie Dequenne, Léa Drucker u.a.

Heojil kyolshim. Südkorea 2022. 139 Min.

Regie: Park Chan-­wook. Buch: Park Chan-­wook, Jeong Seo-­kyeong.

Darsteller: Park Hae-­il, Tang Wei, Lee Jung-­hyun u.a.

Irland, USA, UK 2022. 114 Min.

Drehbuch und Regie: Martin McDonagh. K: Ben Davis. M: Carter Burwell.

Darsteller: Colin Farrell, Brendan Gleeson, Kerry Condon, Barry Keoghan.

USA 2022. 123 Min.

Regie: Florian Zeller. Buch: Christopher Hampton, Florian Zeller.

Darsteller: Vanessa Kirby, Anthony Hopkins, Hugh Jackman, Laura Dern u.a.

Women Talking. USA 2022. 104 Min.

Regie & Buch: Sarah Polley

Darsteller: Rooney Mara, Claire Foy, Frances McDormand, Ben Whishaw u.a.

Maria rêve. Frankreich 2022. 93 Min.

Regie: Lauriane Escaffre, Yvo Muller. Buch: Lauriane Escaffre, Yvo Muller.

Darsteller: Karin Viard, Grégory Gadebois, Noée Abita u.a.

Japan/Frankreich 2022. 105 Min.

Regie: Slony Sow.

Darsteller: Gérard Depardieu, Pierre Richard, Sandrine Bonnaire, Akira Emoto, Zinedine Soualem u.a.

Virgjëresha Shqiptare. Albanien/D/Belgien/Kosovo 2021. 122 Min.

R: Bujar Alimani. B: Katja Kittendorf.

D: Rina Krasniqi, Mimoza Azemi, Fatlume Bunjaku, Kasem Hoxha u.a.

Deutschland 2022. 103 Min.

Regie: Alex Schaad. Buch: Alex Schaad, Dimitrij Schaad.

Darsteller: Mala Emde, Jonas Dassler, Dimitrij Schaad u.a.

Deutschland 2022. Dokumentati­on. 118 Min.

Drehbuch und Regie: Pepe Danquart.

Kamera: Daniel Gottschalk.

Deutschland 2022. 115 Min.

R,B: Hanna Doose. K: Markus Zucker. M: Kangding Ray.

D: Bibiana Beglau, Gina Henkel, Katarina Schröter, Alexander Fehling, Godehard Giese.

Deutschland 2022. 103 Min.

Regie: Aron Lehmann. Buch: Aron Lehmann.

Darsteller: Karl Markovics, Luna Wedler, Corinna Harfouch, Ava Petsch, Como Taut, Rosalie Thomass u.a.

Léo und Rémi, beide 13 Jahre alt, sind beste Freunde und stehen sich nah wie Brüder. Sie sind unzertrennl­ich, vertrauen sich und teilen alles mit- einander. Mit dem Ende des Sommers und dem Wechsel auf eine neue Schule gerät ihre innige Verbundenheit plötzlich ins Wanken – mit tragischen Folgen...

Ausgezeichnet mit dem Großen Preis der Jury bei den Internation­alen Filmfestspi­elen von Cannes 2022, ist CLOSE ein feinfühliges Drama über Nähe, Distanz und Entfremdung. Mit zärtlicher Präzision und einem unendlichen Verständnis für die Fragilität des Lebens an der Schwelle zum Erwachsenwe­rden erzählt Lukas Dhont die aufwühlende Geschichte einer intensiven Freundschaft.

Seo-­rae (Tang Wei) ist eine Frau, die gern die Kontrolle behält. Selbst als ihr Mann in den Tod stürzt, bleibt sie seltsam unberührt. Der Kommissar Jang (Park Hae-­il), vertraut mit den Abgründen der menschlichen Seele, stellt Seo-­rae ins Zentrum der Untersuchung. Doch seine Faszination für diese so verletzliche wie aufregend schöne junge Frau unterwandert die Ermittlungen. Jang beobachtet Seo-­rae, umkreist sie, verfolgt sie. Aus Verhören werden Gespräche, aus Verdacht wird Hoffnung. Doch die Wahrheit macht ihre eigenen Spielregeln, die Seo-­rae und Jang schon bald nicht mehr unter Kontrolle haben. Park Chan-­wooks (Die Taschendieb­in) neuestes Werk ist meisterhaft inszeniert – jedes Bild ist ein Gedicht, während die Geschichte sich geschickt zwischen Thriller und Romanze bewegt.

Padraic (Colin Farrell) und Colm (Brendan Gleeson) leben auf einer abgelegenen Insel an der Westküste von Irland. Sie sind schon ihr Leben lang Freunde. Der Schrecken ist groß als Colm plötzlich beschließt, ihre Freundschaft zu beenden. Mit der Unterstützung seiner Schwester Siobhan (Kerry Condon), die zusammen mit dem Sohn des örtlichen Polizisten Dominic (Barry Keoghan) ihre ganz eigenen Probleme in der kleinen Inselgemeinde hat, versucht der am Boden zerstörte Padraic, ihre Freundschaft wieder aufleben zu lassen. Doch Colm stellt ihm ein schockieren­des Ultimatum, um seine Absicht klarzumachen. Die Ereignisse beginnen zu eskalieren und komplett aus dem Ruder zu laufen. Ein neuer Geniestreich von Martin McDonagh („Brügge sehen und sterben“, „Three Billboards outside Ebbing, Missouri“)

Es könnte nicht besser laufen für den New Yorker Anwalt Peter (Hugh Jackman). Die Karriere läßt keine Wünsche offen und er ist glücklich mit seiner Partnerin Beth (Vanessa Kirby). Das ändert sich schlagartig, als eines Tages seine Ex-­Frau Kate (Laura Dern) vor der Tür steht. Sie ist voller Sorge um ihren gemeinsamen Sohn Nicholas (Zen McGrath). Er schwänzt die Schule, ist verstört und wie ausgewechse­lt. Er will auch nicht mehr länger bei seiner Mutter leben. Peter nimmt seinen Sohn bei sich auf und kümmert sich hingebungsv­oll um ihn. Kate und Peter sind entschlossen alles zu tun, um ihrem Sohn zu helfen. Doch wird das für einen Neuanfang reichen? Nach dem von der Kritik gefeierten, Oscarprämie­rten „The Father“ folgt mit THE SON ein neues herausragen­des Werk von Regisseur Florian Zeller.

Die Angehörigen einer abgeschiede­nen Religionsge­meinschaft teilen nicht viel Intimes miteinander. Doch als sich die gewaltsamen Übergriffe der männlichen Gemeindemit­glieder mehren, hadern die Frauen zunehmend damit, ihren Glauben mit ihrer Lebensreali­tät in Einklang zu bringen. Schließlich müssen sie eine mutige Entscheidung treffen: Sollen sie nichts tun, bleiben und kämpfen oder die Gemeinschaft verlassen?

Basierend auf dem gleichnamigen Roman Miriam Toews‘ hat Sarah Polley (An ihrer Seite) Toews Roman mit größter Intensität und Spannung auf die große Leinwand übertragen. In den anspruchsvo­llen Hauptrollen beeindruckt eine hochkarätige Besetzung, darunter únter anderen Rooney Mara, Claire Foy und Ben Whishaw.

Über Jahre hinweg hat Maria (Karin Viard) den Haushalt einer alten Dame geführt. Nach deren Ableben muß sie sich eine neue Beschäftigung suchen und fängt als Reinigungsk­raft in der Pariser Académie des Beaux-­Arts an. Die Interaktion mit den Studenten beflügelt die schüchterne, manchmal auch etwas tollpatschige Frau. Von Kunst umgeben zu sein, eröffnet ihr einen neuen Blickwinkel auf das Leben, das zuhause bei ihrem Mann mondän und trist erscheint. Zumal der Hausmeister Hubert eine ausgesprochen gute Seele ist, mit der Maria hervorragend harmoniert. Sie will aus ihrem Trott ausbrechen, sie will ihr Leben neu definieren und neu beginnen. Zum ersten Mal seit vielen Jahren spürt sie wieder

echte Lebensfreud­e...

Gabriel Carvin (Gérard Depardieu), der berühmteste Chefkoch Frankreichs und Feinschmecker mit Leib und Seele, hat keinen Appetit mehr aufs Leben. Bei all den kulinarischen Karriere-­Kunststücken ist seine eigene Familie stets zu kurz gekommen. Seine Frau betrügt ihn mit einem Restaurant-­Kritiker und jahrelang hat Gabriel seine gelegentliche Traurigkeit mit diversen Delikatessen bezwungen. Erst als er nach einem Herzinfarkt selbst unter dem Filetiermes­ser landet, bricht Gabriel aus dem Alltagstrott aus. Er reist nach Japan, um einen ehemaligen Koch-­Kontrahenten ausfindig zu machen und hinter das Geheimnis des Umami, einer mysteriösen fünften Geschmacksn­ote zu kommen. Im fernen Japan reift in Gabriel auch die Erkenntnis, daß im Leben Platz für mehr als nur eine Leidenschaft ist...

Albanien im Jahr 1958: Luana ist die Tochter eines im Dorf geschätzten Mannes, der eine Ehe für sie mit Flamur Fiku arrangiert hat. Eigentlich liebt Luana jedoch Agim – eine Beziehung, die ihr ihr Vater untersagt. Die Hochzeit soll schneller stattfinden, doch als Flamur Luana vor der Hochzeit vergewaltigen will, stellt sich der Vater gegen ihn. Die Hochzeit wird aufgelöst, es kommt zum Streit und zum Kampf. Flamur erschießt Luanas Vater. Doch das Eheversprec­hen ist weiterhin gültig und Luana muß sich die Frage stellen, ob sie zum Erhalt der Familienehre jede Chance auf persönliches Glück aufgeben will. Der albanische Film „Luanas Schwur“ ist das eindrucksvo­lle, imposante Porträt einer Frau, die beschließt, als Mann zu leben. Das war Frauen in Albanien möglich, wenn sie auf Beziehungen, eine Ehe oder Kinder verzichteten. Diese Schwurjungf­rauen waren dann rechtlich Männern gleichgeste­llt. Der Film greift dieses Thema auf und zeigt auf drei erzählerisc­hen Ebenen, wie es um das Leben dieser Schwurjungf­rau bestellt war. Großartig ist die Schauspiele­rin Rina Krasniqi.

Auf den ersten Blick wirken Leyla (Mala Emde) und Tristan (Jonas Dassler) wie ein glückliches Paar. Gemeinsam reisen sie zu einer abgelegenen Insel, auf die Leylas Jugendfreun­din Stella (Edgar Selge) sie eingeladen hat. Schon bei der Ankunft zeigt sich: Hier finden rätselhafte Dinge statt. Zahlreiche Paare kommen zusammen, um die Welt aus den Augen eines anderen Menschen zu sehen... Nach dem Studenten-­Oscar für einen Kurzfilm präsentiert Alex Schaad nun sein Langfilmdeb­üt. Ein Film mit Science-­Fiction-­Thematik, Spiritualität und der großen Frage: Was es ist, das man an einem Menschen liebt? Denn hier geht es um den willentlichen Körpertausch, um andere Erfahrungen zu sammeln und – idealerweise – eine Form von Katharsis zu erleben. Ein bemerkenswe­rter Film, der reichlich Stoff zur Diskussion liefert.

Daniel Richter, ehemaliger Punk aus der Hausbesetze­r-­Szene Hamburgs, ist heute ein Star der internation­alen Kunstszene. Doch im Herzen ist er ein Rebell, ein zutiefst politischer Mensch. Regisseur Pepe Danquart hat Richter über drei Jahre begleitet, seine künstlerische Entwicklung festgehalten, mit ihm große Ausstellungen in New York und Paris gefeiert und ihn in seinem Atelier beobachtet: beim Malen, beim Musik hören, beim Nachdenken. Entstanden ist ein Film über Kunst, die politisch sein will und im besten Sinne eben doch geblieben ist, was sie ist: Malerei. Danquart geht der Frage nach, wie politisch ein berühmter Maler in einem Umfeld des turbokapita­listischen Kunstmarkts eigentlich sein kann und wie die gesellschaf­tliche Verweigerung des Punk in seine heutige Malerei gelangt.

Sie waren die besten Freunde, als die lebenshungr­ige Regisseurin Maria (Bibiana Beglau), die Jungschausp­ielerin Laura (Gina Henkel) und der DJ Jan (Alexander Fehling) das Berliner Künstler- und Nachtleben aufgemischt haben. Jetzt treffen sich die drei nach Jahren der Funkstille auf einem einsamen Hof im Schwarzwald wieder, auf den sich Laura und Jan für ihren Traum vom Landleben zurückgezogen haben. Das Wiedersehen weckt existenziel­len Fragen. Unerbittlich halten sich alle den Spiegel vor, bis die Masken fallen und klar wird: Maria hat noch eine Rechnung mit ihren Freunden offen. Dieses beeindrucke­ndes Charakterdr­ama von Hanna Doose erzählt vom Aussteigen und Ankommen, von Familie und Freundschaft, von Verlust, Verrat und Liebe.

Luise (Luna Wedler) ist bei ihrer Großmutter Selma (Corinna Harfouch) in einem abgelegenen Dorf im Westerwald aufgewachsen. Selma hat eine besondere Gabe, denn sie kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Ort. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Das ganze Dorf hält sich bereit: letzte Vorbereitun­gen werden getroffen, Geheimnisse enthüllt, Geständnisse gemacht, Liebe erklärt....

Mit „Was man von hier aus sehen kann“ gelang Autorin Mariana Leky ein wahrer Überraschun­gshit in der deutschen Buchbranche. Aron Lehmanns Verfilmung ist ein phantasievo­ller Film über die Liebe unter schwierigen Vorzeichen und die Suche nach dem Sinn im Leben.