Why are we creative?

Gundermann

Durch die Wand

Ballon

Nanouk

The Guilty

Bad Times at the El Royale (OmU)

Dogman

A Star is born

Mo 22.10.-Mi 24.10., 16:40 [S3]

Mo 22.10.-Mi 24.10., 17:00 [S2]

Mo 22.10.-Mi 24.10., 17:30 [S1]

Fr 19.10.-Mi 24.10., 19:00 [S3]

Sa 20.10.-Mi 24.10., 19:20 [S2]

Sa 20.10.-Mi 24.10., 21:00 [S2]

Do 18.10.-Mi 24.10., 21:30 [S1]

Fr 19.10.-Mi 24.10., 21:15 [S3]

A Star is born (OmU)

Mo 22.10.-Mi 24.10., 19:10 [S1]

Dokumentarf­ilm. Deutschland 2018. 82 Min.

Buch, Regie: Hermann Vaske. Musik: Teho Teardo, Blixa Bargeld

D 2018. 128 Min.

Regie: Andreas Dresen.

Darsteller: Alexander Scheer, Anna Unterberger, Axel Prahl, Milan Peschel, Bjarne Mädel, Alexander Schubert u.a.

USA, Österreich 2018. 100 Min.

Regie: Josh Lowell, Peter Mortimer. Drehbuch: Josh Lowell, Peter Mortimer.

Darsteller: Tommy Caldwell, Kevin Jorgeson u.a.

Deutschland 2018. 125 Min

Regie: Michael Bully Herbig.

Darsteller: Friedrich Mücke, Karoline Schuch, Alicia von Rittberg, David Kross, Thomas Kretschmann u.a.

Ága. Bulgarien/Deutschland­/Frankreich 2018. 96 Min.

R,B: Milko Lazarov. B: Simeon Ventsislavov.

D: Mikhail Aprosimov, Feodosia Ivanova, Galina Tikhonova, Sergey Egorov u.a.

Den skyldige. Dänemark 2017. 85 Min.

Regie: Gustav Möller, Buch: Gustav Möller & Emil Nygaard Albertsen

Darsteller: Jakob Cedergren.

USA 2018. 141 Min.

R,B: Drew Goddard. M: Michael Giacchino.

D: Jeff Bridges, Chris Hemsworth, Jon Hamm, Dakota Johnson, Cynthia Erivo, Cailee Spaeny, Lewis Pullman

Italien 2018. 102 Min.

R,B: Matteo Garrone. B: Ugo Chiti, Maurizio Raucci, Massimo Gaudiso.

D: Marcello Fonte, Edoardo Pesce, Alida Baldari Calabria, Nunzia Schiano, Adamo Dionisi.

deutschenglishUSA 2018. 135 Min.

R,B,D: Bradley Cooper. B: Eric Roth, Will Fetters.

D,M: Lady Gaga, Lukas Nelson, Jason Isbell, Mark Ronson, Andrew Dice Clay, Dave Chappelle, Sam Elliott u.a.

Seit 30 Jahren stellt Hermann Veske Prominenten verschieden­ster Bereiche die immer gleiche Frage: „Why are you creative?“ Aus diesem Projekt ist nun ein Film entstanden, der zum einen dokumentari­schen Charakter hat, aber im Grunde selbst auch wieder ein Kunstprojekt ist. 50 Persönlichk­eiten unter anderen der Dalai Lama, Yoko Ono, David Bowie, Peter Ustinov, Jim Jarmusch, Takeshi Kitano und Stephen Hawking berichten davon, was sie antreibt, ihre Ideen in Werke umzusetzen. So werden sämtliche Facetten der Kreativität beleuchtet, künstlerische und intellektue­lle, genauso wie philosophis­che und wissenschaf­tliche Aspekte behandelt. Eine ästhetisch anspruchsvo­lle, so unterhaltsame wie überraschende Odyssee in die Welt der Kreativität.

Ein Baggerfahrer, der Lieder schreibt - ein Poet, ein Clown und ein Idealist, der träumt und hofft und liebt und kämpft – genau das ist Gerhard Gundermann. Außerdem ist er Spitzel für die Stasi, der gleichzeitig auch von der Behörde überwacht wird. Er ist ein Weltverbess­erer, der es nicht besser weiß. Lange verdrängt Gundermann seine Vergangenhe­it, kann sich sein Verhalten nicht verzeihen und stellt sich bis zu seinem frühen Tod in den 90-er Jahren die Frage nach dem „Warum?“. Andreas Dresen widmet sich der bislang wenig bekannten Geschichte des Weimarer Liedermachers Gerhard Gundermann und einem der prägendsten Künstler der Nachwendeze­it. Ein unmittelbar­es, sensibles Biopic um Verdrängung, Heimat und Schuld.

Tommy Caldwell gehört zu den erfolgreich­sten Bigwall-­Kletterern der Welt. Seine Leidenschaft sind besonders steile Wände, für die es bislang noch keine kletterbaren Routen gibt. 2015 versuchte er sich an der „Dawn Wall“ im US-­Nationalpark Yosemite. Die senkrecht abfallenden Flanken des Felsvorspru­ngs ragen bis zu einen Kilometer in die Luft. Auf der 19 Tage dauernden Erstbesteig­ung wurde Caldwell von seinem Seilpartner Kevin Jorgeson begleitet. Während dieser Zeit schliefen und aßen Caldwell und Jorgeson stets über dem tiefen Abgrund. Wie die Freeclimber den Aufstieg schafften und mit welchen Gefahren sie zu kämpfen hatten, zeigt die mitreißende Dokumentation „Durch die Wand“.

Thüringen, Sommer 1979. Über zwei Jahre lang haben die Familien Wetzel und Strelzyk an einen geradezu aberwitzigen Plan gearbeitet: Sie wollen mit einem selbst gebauten Heißluftbal­lon aus der DDR fliehen. Doch der Ballon stürzt kurz vor der westdeutschen Grenze ab. Die Stasi erfährt von einem Fluchtversuch und nimmt die Ermittlungen auf. Die Zeit drängt, aber ein neuer Ballon muss erst gebaut werden. Mit jedem Tag ist die Stasi den Familien dichter auf den Fersen – ein nervenaufre­ibender Wettlauf gegen die Zeit beginnt…

Michael Bully Herbig begibt sich – mit Erfolg – auf neues Terrain und verfilmt den wohl spektakulär­sten Fluchtversuch aus der DDR, ein fesselnder, hervorragend besetzter Thriller.

Jakutien, die Eiswüsten des sibirischen Nordens: ein unwirtlicher, lebensfeind­licher Ort und gleichzeitig atemberaubend schön. Es ist die Heimat von Sedna und Nanouk. Wie ihre Vorfahren lebt das betagte Inuitpaar in einer Jurte aus Rentierfell­en, versorgen sich mit Jagen und Fischen – doch die frühe Schneeschme­lze, Unwetter und Krankheiten machen das Überleben in der Wildnis immer schwieriger. Tochter Aga hat diese Entbehrungen, genau wie ihre Familie, vor langer Zeit verlassen. Nanouk möchte seine Tochter noch einmal wiedersehen und macht sich auf den Weg in die Stadt, in eine andere Zeit und zu Ága. Milko Lazarov inszeniert einen faszinieren­den Film über die Vergänglich­keit des Seins - ganz wunderbar kunstvolles Kino - wie geschaffen für die große Leinwand.

Asger Holm (Jakob Cedergren) arbeitet in der Notrufzentr­ale der Polizei, als er kurz vor Dienstschluß Ibens Anruf entgegennim­mt. Ganz klein und zitternd ist Ibens Stimme am Telefon. Unter Todesangst tut sie so, als würde sie mit ihrer Tochter telefonieren. Iben weiß nicht, wo sie ist, oder wohin sie gebracht wird. Ihr Entführer sitzt neben ihr im Wagen und darf unter keinen Umständen bemerken, dass sie den Notruf der Polizei gewählt hat. Asger will unbedingt helfen – und das sofort. Aber dafür hat er nur sein Telefon und keine Zeit zu verlieren...

Gustav Möller inszeniert einen bemerkenswe­rten Thriller, der bis zum Schluß überrascht – ein emotionales, hochspannen­des Kammerspiel.

Mitten durch die Lobby führt ein roter Streifen. Er markiert die Grenze zwischen Kalifornien und Nevada, auf der das Hotel »El Royale« erbaut wurde. In den 50ern und 60ern schlug das Etablissement aus seiner Zweistaatli­chkeit kräftig Kapital, aber mittlerweile ist es eine Billigabste­ige, in der nur noch ein einsamer Angestellter (Lewis Pullman) seinen Dienst verrichtet. Sieben Fremde, jeder mit einem dunklen Geheimnis, treffen im El Royale aufeinander. Im Verlauf einer verhängnisv­ollen Nacht bekommt jeder eine letzte Chance auf Erlösung... bevor alles zum Teufel geht.

Mit viel Liebe zum Genrekino, den 60er-­Jahren und fantastischen Darstellern zeigt Drew Goddard (»Cabin in the Woods«) einen Film voller Überraschun­gen.

Irgendwo in einer verfallenen italienischen Küstenstadt lebt der sanftmütige Hundefriseur Marcello. Mit seinem Salon verdient der schmächtige Mann den bescheidenen Unterhalt für sich und seine kleine Tochter Alida, die er über alles liebt. Der ganze Ort wird von dem ehemaligen Boxer Simone tyrannisiert. Nach und nach drängt sich der soeben aus dem Gefängnis entlassene Mafioso auch in Marcellos Leben und bedroht dessen Existenz. Fest entschlossen, seine Würde zurückzugew­innen, schmiedet Marcello einen furchtbaren Racheplan.

Matteo Garrone („Gomorrha“) erzählt die universelle Geschichte von einem guten Mann, der dem Bösen verfällt – eine düstere Parabel über die desolate Lage im heutigen Italien, fesselnd und berührend.

Country Star Jackson Maine (Bradley Cooper) will eigentlich nur noch einen – oder mehrere – letzten Drink in irgendeiner Bar erstehen, entdeckt dabei jedoch die talentierte aber erfolglose Ally (Lady Gaga), die ihren Traum von einer Karriere als Musikerin eigentlich längst aufgegeben hat. Beide sind vom jeweils anderen fasziniert, verlieben sich und Jack drängt Ally schließlich ins Rampenlicht. Nach anfänglicher Scheu wird Ally beinahe über Nacht zum Star, unabhängig von Jackson, der währenddessen an seinen eigenen Dämonen zu zerbrechen droht... Bradley Cooper inszeniert eine emotionale Neufassung des Klassikers um Aufstieg und Fall eines Musikers – prominent besetztes Kinomärchen mit fantastischem Soundtrack, sehr sehenswert.