Über die Unendlichkeit

Niemals Selten Manchmal Immer

Der geheime Garten

972 Breakdowns - Auf dem Landweg nach New York

Eine Frau mit berauschenden Talenten

Kajillionaire

Ema

Jim Knopf und die Wilde 13

I am Greta

Vergiftete Wahrheit

Oeconomia

Milla meets Moses

Invisible Sue - Plötzlich unsichtbar

Persischstu­nden

Schlaf

Mo 26.10., 21:35 [S1]

Niemals Selten Manchmal Immer (OmU)

Sa 24.10., 21:35 [S2]

Mi 28.10., 21:35 [S2]

Do 22.10.-So 25.10., 19:20 [S3]

Sa 24.10.-So 25.10., 15:00 [S1]

Mo 26.10.-Mi 28.10., 17:00 [S1]

Mi 28.10., 19:20 [S3]

Do 29.10., 17:00 [S1]

Do 29.10.-Mo 2.11., 19:00 [S1]

Sa 31.10.-So 1.11., 15:00 [S1]

Mo 2.11.-Mi 4.11., 17:00 [S1]

Sa 24.10., 17:10 [S3]

Mo 26.10., 21:20 [S3]

Sa 31.10., 17:10 [S3]

Filmgespräch

Sa 24.10.-Mi 28.10., 19:00 [S1]

Do 22.10.-Mi 28.10., 19:40 [S2]

Do 29.10.-Mi 4.11., 19:30 [S2]

Kajillionaire (OmU)

Sa 24.10., 21:20 [S3]

Di 27.10.-Di 27.10., 21:35 [S2]

Mi 28.10., 21:20 [S3]

Sa 24.10., 21:00 [S1]

So 25.10., 17:00 [S1]

Di 27.10., 21:00 [S1]

Mi 28.10., 21:00 [S1]

Ema (OmU)

Fr 23.10.-Fr 23.10., 21:00 [S1]

Mo 26.10., 21:00 [S1]

Fr 30.10., 21:00 [S1]

Mo 2.11., 21:00 [S1]

Fr 23.10., 17:00 [S1]

Sa 24.10.-So 25.10., 15:10 [S3]

Di 27.10.-Mi 28.10., 17:10 [S3]

Fr 30.10., 17:00 [S1]

Sa 31.10.-So 1.11., 15:10 [S3]

Di 3.11., 17:10 [S3]

Fr 23.10.-Fr 23.10., 17:10 [S3]

Mo 26.10., 17:10 [S3]

Fr 30.10., 17:10 [S3]

Mo 2.11., 17:10 [S3]

Fr 23.10.-Fr 23.10., 17:20 [S2]

Mi 28.10., 17:20 [S2]

Fr 23.10.-Fr 23.10., 19:00 [S1]

So 25.10.-So 25.10., 17:10 [S3]

Mo 26.10., 19:20 [S3]

Do 29.10., 17:10 [S3]

So 1.11., 17:00 [S1]

Sa 24.10.-Sa 24.10., 17:00 [S1]

Milla meets Moses (OmU)

Fr 23.10.-Fr 23.10., 21:35 [S2]

Sa 24.10.-So 25.10., 15:20 [S2]

Sa 31.10.-So 1.11., 15:20 [S2]

Sa 24.10., 17:10 [S2]

Mo 26.10.-Di 27.10., 17:20 [S2]

Di 27.10.-Di 27.10., 20:00 [S3]

Filmgespräch

S/NOR/D 2019. 78 Min.

R,B: Roy Andersson.

D: Martin Serner, Jessica Lothander, Tatjana Delauney, Anders Hellström, Jan Eje Ferling, Bent Bergius u.a.

Never Rarely Sometimes Always. USA 2019. 101 Min.

R,B: Eliza Hittman.

D: Sidney Flanigan, Talia Ryder, Ryan Eggold, Sharon Van Etten, Théodore Pellerin, Drew Seltzer u.a.

USA 2020. 100 Min.

Drehbuch: Jack Thorne. Regie: Marc Munden.

Darsteller: Dixie Egerickx, Colin Firth, Julie Walters, Edan Hayhurst, Amir Wilson

Deutschland 2019 – Dokumentati­on. 115 Min.

Regie: Daniel von Rüdiger

Frankreich 2020. 104 Min.

R,B: Jean-­Paul Salomé. B: Hannelore Cayre, Antoine Salomé.

D: Isabelle Huppert, Hippolyte Girardot, Farida Ouchani, Liliane Rovére, Jade Nadja Nguyen u.a.

USA 2020. 105 Min.

Regie: Miranda July.

Darsteller: Evan Rachel Wood, Debra Winger, Gina Rodriguez, Richard Jenkins, Adam Bartley u.a.

Chile 2019. 102 Min.

R: Pablo Larraín. B: Guillermo Calderón, Alejandro Moreno.

Darsteller: Mariana Di Girolamo, Gael Garcia Bernal, Santiago Cabrera u.a.

Deutschland 2019. 109 Min.

Regie: Dennis Gansel. BV: Michael Ende.

D: Henning Baum, Solomon Gordon, Annette Frier, Uwe Ochsenknecht, Milan Peschl, Christoph Maria Herbst u.a.

Schweden/ Deutschland 2020 – Dokumentati­on. 98 Minuten.

Regie: Nathan Grossmann.

deutschenglishDark Waters. USA 2019. 126 Min.

R: Todd Haynes.

Darsteller: Mark Ruffalo, Anne Hathaway, Tim Robbins, Bill Camp, Mare Winningham, Bill Pullman, William Jackson Harper u.a.

Dokumentati­on. Deutschland 2020. 89 Minuten.

Regie: Carmen Losmann.

Babyteeth. Australien 2019. 118 Min.

Regie: Shannon Murphy

Drehbuch: Rita Kalnejais. Darsteller: Eliza Scanlen, Toby Wallace, Essie Davis, Ben Mendelsohn u.a.

D/LUX 2018. 93 Min.

B,R: Markus Dietrich.

D: Ruby M. Lichtenberg, Anna Shirin Habedank, Lui Eckardt, Victoria Mayer, Luc Schiltz, Jeanne Werner, Tatja Seibt, Joyce Ilg u.a.

D/Weißrussland 2020. 127 Min.

R: Vadim Perelman. B: Ilja Zofin, Wolfgang Kohlhaase.

D: Nahuel Pérez Biscayart, Lars Eidinger, Jonas Nay, Leonie Benesch, Alexander Beyer.

Deutschland 2020. 102 Min.

R,B: Michael Venus. B: Thomas Friedrich.

D: Gro Swantje Kohlhof, Sandra Hüller, August Schmölzer, Marion Kracht, Agata Buzek, Max Hubacher.

Ein Liebespaar schwebt über das vom Krieg zerfressene Köln; auf dem Weg zu einem Kindergebur­tstag muß ein Vater mitten in einem Wolkenbruch seiner Tochter die Schuhe binden; junge Mädchen beginnen einen Tanz vor einem Café und eine geschlagene Armee marschiert mutlos zu einem Gefangenenl­ager... Nur wenige zeitgenössi­sche Regisseure haben eine so unverwechse­lbare Handschrift wie der Schwede Roy Andersson („Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach“). Jetzt nimmt er den Zuschauer mit auf eine traumgleiche Reise intensiver Zeit-­Bilder. So entsteht ein nachdenklic­hen Film über das menschliche Leben in all seiner Schönheit und Grausamkeit, seiner Pracht und seiner Einfachheit – eine unendliche Geschichte über die Verletzlich­keit unserer Existenz.

Das Leben der 17-­jährigen Autumn (Sidney Flanigan) verläuft so normal wie unspektakul­är. Auf dem Land in Pennsylvania geht sie ihrer Arbeit in einem Supermarkt nach und führt ein bescheidenes Leben. Das ändert sich jedoch schlagartig, als sie bemerkt, daß sie ungewollt schwanger ist. Auf die Hilfe ihrer Eltern kann sie allerdings nicht bauen. Genauso wenig helfen ihr die Broschüren im Gesundheits­zentrum weiter, auf Autums Fragen haben die Hefte keine Antworten. Halt findet sie bei ihrer Cousine, die sie zu einem Trip ins liberalere New York ermutigt. Eliza Hittmans mehrfach ausgezeichn­eter, sehr zeitgemäßer Film zeigt die Auswirkungen einer zunehmend konservativen Entwicklung der amerikanisc­hen Gesellschaft. Berlinale 2020: Silberner Bär & Großer Preis der Jury!

Die junge Mary (Dixie Egerickx) wird nach dem plötzlichen Tod ihrer Eltern in die Obhut ihres Onkels Archibald (Colin Firth) gebracht. Der zeigt an dem allzu verwöhnten Waisenmädchen keinerlei persönliches Interesse, bietet ihr allerdings ein Obdach in dem es an nichts zu mangeln scheint. Doch für Mary sind die Tage auf dem großen Landsitz eintönig, bis sie auf einem Ausflug zufällig auf den verwilderten Garten ihres Onkels trifft, der sich nach kurzer Zeit als magisches Paradies entpuppt. Mary beschließt, dieses Geheimnis mit Archibalds krankem Sohn und ihrem neuen Freund Dickon zu teilen. Fortan verbringen die drei Freunde viel Zeit dort und langsam eröffnet sich ihnen der Blick in eine positive Zukunft… Fantastische Neuverfilmung Frances Hodgson Burnetts weltberühmten Jugendromans!

Anne Knödler, Elisabeth Oertel, Efy Zeniou, Kaupo Holmberg und Johannes Fötsch sind Absolventen europäischer Kunsthochsc­hulen und bilden zusammen das Künstlerkol­lektiv Leavinghome­funktion. Nach ihrem Abschluß verkauften sie ihren gesamten Hausstand, kauften sich alte Ural-­Motorräder und machten sich auf den Weg nach New York. Dafür entschieden sie sich für die längstmögli­che Route und haben deshalb zweieinhalb Jahre den ganzen Osten durchquert. Dazu kommt, daß die alten sowjetischen Zweiräder für langsames Vorankommen und zahlreiche Pannen sorgten. Doch genau diese Umstände ermöglichten es sich intensiv mit Land und Leuten auseinander­zusetzen und ein einmaliges Abenteuer zu erleben. Filmgespräch mit Johannes Fötsch am 14.10. um 17:10!

Patience (Isabelle Huppert) ist selbstbewus­st, unabhängig und vor allem schlagfertig. Als Dolmetscherin im Drogendezer­nat übersetzt sie abgehörte Telefonate der Drogenszene, dder Lohn dafür ist aber eher dürftig. Als das kostspielige Pflegeheim ihrer Mutter wegen unbezahlter Rechnungen droht, die alte Dame auszuquarti­eren, gerät Patience unter Handlungsdr­uck. Der Zufall will es, daß gerade eine Drogenliefe­rung auf dem Weg nach Paris ist. Patience entscheidet sich spontan gegen die Ehrlichkeit und sabotiert die Beschlagnah­mung der Drogen. In Eigenregie fahndet sie nach dem hochwertigen Hasch – und wird fündig. Patience macht sich sofort fröhlich ans Werk und zeigt sich von ihrer besten Seite: Als begnadete Verkäuferin mischt sie den ganzen Pariser Drogenmarkt auf.

Die Mengenangabe Kajillion kommt nicht, wie man es vielleicht vermuten könnte, irgendwann nach Millionen, Billionen und Trillionen. Vielmehr steht der amerikanische Slang-­Ausdruck einfach für eine nicht näher spezifizierte große Summe. Der Titel des neuen Films von Miranda July („The Future“) ist deshalb auch nur eine weitere ironische Pointe – schließlich geht es in der Tragikomödie um ein Trickbetrüg­er-­Trio, das sich gerade dadurch auszeichnet, daß die von ihm ergaunerten Beträge in der Regel ganz besonders winzig ausfallen. Kajillionaire ist ein Film, der aus dem Rahmen fällt. Prall gefüllt mit eigenwilligen Ideen tänzelt er zwischen tiefgründiger Betrachtung und konsumorien­tierter Leichtigkeit. So viel Originalität sieht man im Kino nicht alle Tage.

Die Ehe der jungen Chilenin Ema droht zu scheitern, eine Adoption schlug fehl und durch ein schlimmes Ereignis wird ihre Schwester verletzt. Sie begibt sich auf einen ebenso erotischen wie gefährlichen Selbstfindu­ngstrip, der durch schweißtrei­bende Reggaeton-­Beats angetrieben wird. Pablo Larraíns exzessiver, von elektrisier­enden Tanzszenen und unerwarteten Gefühlsausb­rüchen der Figuren geprägter Film ist herausforde­rnd und erstmalig nicht einem historischen Thema gewidmet, sondern der junge Generation Chiles. Menschen, die sich verwirklichen wollen, sich um die Zukunft sorgen, die Umwelt ernst nehmen, in ihren Beziehungen die Grenzen von Begriffen wie „Familie“ komplett neu definieren und für die Geschlecht keine Kategorie mehr ist.

Nachdem Prinzessin Li Si erfolgreich befreit wurde und Jim und Lukas nach Lummerland zurückkehren konnten, steht ihnen schon ein neues Abenteuer bevor. Eigentlich wollten Jim und Lukas nur den Scheinriesen Herrn Tur Tur (Milan Peschel) nach Lummerland holen, doch unterwegs kommt ihnen die kleine Lokomotive Molly abhanden. Es stellt sich heraus, daß sie entführt wurde, und zwar von der Wilden 13. Der Piratenbande gelingt es, eine Seeschlacht zu gewinnen und Jim und seine Freunde in Gefangensch­aft zu nehmen. Die Wilde 13 bringt ihre Beute auf die sogenannte Insel, die nicht sein darf, wo sich ihre Heimatburg im Auge eines Taifuns befindet. Kann Jim seine Freunde befreien und die Piratenbande außer Gefecht setzen?

„Es wirkt wie ein Film“ sagt Greta einmal zu ihrem Vater, irgendwo in Europa, bei irgendeiner der vielen Konferenzen oder Versammlung­en, auf denen sie seit dem Sommer 2018 teilgenommen hat. Wie ein unglaublich­er, surrealer Film, ergänzt Greta sehr treffend, denn was sie in dem gut einen Jahr, das Nathan Grossmann in seiner Dokumentation „I am Greta“ beschreibt, erlebte, ist wirklich kaum zu glauben. Binnen kürzester Zeit wurde die damals 15-­jährige Schwedin Greta Thunberg 2018 weltberühmt und das durch nicht mehr als einen Schulstreik. Viel wurde seitdem über die junge Aktivistin geschrieben und auch angedichtet, dem Dokumentarf­ilmer gelingt mit seinem unbedingt sehenswerten Film „I am Greta“ ein spannender, persönlicher Blick auf seine beeindrucke­nde Protagonist­in.

Cincinnati 1998. Robert Billot (Mark Ruffalo) arbeitet als Anwalt für eine Kanzlei, die vor allem riesengroße Konzerne vertritt, zum Beispiel DuPont, eine Industriell­enfamilie, die ihr Vermögen mit „Schiesspulv­er“ während des amerikanisc­hen Bürgerkrieges gemacht hat und dann zum größten Chemiekonzern Amerikas aufstieg. 1998 legt sich der Anwalt mit DuPont an und deckt den sogenannten Teflon-­Skandal auf. Ein Kampf, für den Bilott bereits 2017 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Todd Haynes, eigentlich bekannt für seine Melodramen („Carol“), machte daraus einen packenden Wirtschafts­thriller, der an zahlreiche Vorbilder wie z.B. Sidney Lumets „The Verdict – Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit“ erinnert und doch eine eigene Handschrift trägt.

Es ist eine einfache Frage, die den Grundstein dieses Dokumentarf­ilms bildet und einige Ökonomen vor die Schwierigkeit stellt, eine wirklich befriedigende Antwort zu geben: „Woher kommt das Geld eigentlich?“ In der Ultima Ratio ist die Antwort auch einfach: Es wird geschöpft. In ihrem Dokumentarf­ilm „Oeconomia“ betrachtet Carmen Losman unser Wirtschafts­system und kommt zu einem erschrecken­den Ergebnis. Das Wirtschafts­system ist zu einer Art Nullsummens­piel geworden, weil jeder Gewinn auch neue Schulden bedeutet. Es ist ein Kettenbrief­system, das solange funktioniert, bis es nicht mehr funktioniert. Es ist eindrucksvoll zu sehen, wie Experten auf diesem Gebiet ins Schlingern kommen, wenn Losmann einfache Fragen stellt.

Eine ganz und gar unkonventio­nelle Liebesgesch­ichte: die 16-­jährige, schwerkranke Milla verliebt sich in den älteren, mit reichlich krimineller Energie ausgestatte­ten Moses, der ziellos durch den Tag irrt. Gemeinsam erleben sie ein Feuerwerk unterschied­lichster Emotionen, an denen auch Millas schräge Eltern nicht ganz unschuldig sind. Die ebenso berührende wie eigenwillige Coming-­of-­Age-­Tragikomödie „Milla meets Moses“ erzählt angenehm unsentimental von widersprüch­lichen Gefühlen, Todesangst und überschäume­nder Lebenslust. Ein wagemutiger Film, der Tragik und Komik auf ungeschönte, rührende Art vereint. Ein höchst bewegendes Drama. Marcello Mastroianni Preis als Bester Nachwuchsda­rsteller in Venedig 2019 für Toby Wallace!

Sue ist zwölf und eine hochintelli­gente Einzelgänge­rin mit einer Vorliebe für Superhelden­comics. Auch ihre Mutter hat als ehrgeizige Wissenschaf­tlerin fast nur Arbeit im Kopf. Eines Tages kommt Sue durch einen Unfall im Labor ihrer Mutter mit einer Flüssigkeit in Kontakt, die ihr Leben für immer verändert: Sue kann sich plötzlich komplett unsichtbar machen. Die neue Superkraft ist zunächst ziemlich cool, wird aber richtig gefährlich, denn eine Menge Leute sind nun hinter ihr und dem Serum her. Als dann noch ihre Mutter entführt wird, muß dringend ein Plan her, um die Gangster zur Strecke zu bringen... Markus Dietrich („Sputnik“) gelingt ein schnittiges und großartig inszeniertes Fantasy-­Abenteuer. Zum Filmgespräch am 09. Nov. um 15 Uhr ist er zu Gast im Lichthaus!

„Erfindung einer Sprache“ nennt sich eine 2008 vom für seine Drehbücher bekannten Wolfgang Kohlhaase aufgeschrie­bene und bereits als Hörspiel umgesetzte Erzählung. Der US-­kanadische Regisseur Vadim Perelman hat sie als Kammerspiel für die Leinwand adaptiert, Lars Eidinger brilliert darin als Kommandant der Küche eines Übergangsla­gers, der sich von einem Gefangenen die persische Sprache Farsi beibringen läßt, weil er nach dem Krieg in den Iran auswandern und ein Restaurant eröffnen will. Was der Hauptsturmf­ührer nicht weiß: die Wörter, die er lernt, sind eine reine Phantasiesp­rache, denn der junge Gefangene Gilles (Nahuel Pérez Biscayart) ist Belgier, dem auf tragische Weise ein persisches Buch in die Hände fiel...

Albtraum und Trauma, Angst und Verdrängung, Schuld und Sühne. Virtuos spielt Regisseur Michael Venus in seinem Debütfilm mit den emotionalen Motiven und Gewalten des Horrorfilmg­enres und verwebt sie mit den abgründigen Mythen deutscher Märchenroma­ntik. Sein grandioses Schauspiele­r*innen-­Ensemble, in dessen Zentrum Newcomerin Gro Swantje Kohlhof und Arthouse-­Star Sandra Hüller als erschüttertes Tochter-­Mutter-­Paar stehen, treibt er durch ein Dickicht aus dunklen Geheimnissen, in dem ständig das Erwachen in einer düsteren Vergangenheit droht. Ein Heimathorro­rfilm aus Deutschland. Zur Vorpremiere am 27. Oktober ist der Regisseur Michael Venus um 20 Uhr zu Gast im Lichthaus!