Weit - Die Geschichte von einem Weg um die Welt

Der Wein und der Wind

The Party

Final Portrait

Paris kann warten

Die göttliche Ordnung

Der Stern von Indien

Dunkirk

Sie nannten ihn Spencer

Robert Doisneau - Das Auge von Paris

Die Kraniche ziehen

Fr 18.8., 21:20 [S2]

So 20.8.-So 20.8., 15:20 [S3]

Do 17.8.-So 20.8., 16:30+19:45 [S1]

Mo 21.8., 19:45 [S1]

Di 22.8., 16:20 [S1]

Mi 23.8., 19:45 [S1]

Do 17.8.-Mi 23.8., 18:30 [S1]

The Party (OmU)

Mo 21.8.-Mi 23.8., 21:20 [S2]

Do 17.8.-So 20.8., 21:45 [S1]

Final Portrait (OmU)

Mo 21.8.-Mo 21.8., 21:45 [S1]

Mi 23.8., 21:45 [S1]

Do 17.8.-Mi 23.8., 17:40 [S2]

Do 17.8.-Mi 23.8., 19:15 [S3]

Do 17.8.-Mi 23.8., 19:30 [S2]

Do 17.8.-So 20.8., 21:00 [S3]

Dunkirk (OmU)

Mo 21.8.-Mi 23.8., 21:00 [S3]

Sa 19.8.-So 20.8., 21:20 [S2]

Mo 21.8.-Mo 21.8., 16:20 [S1]

Mi 23.8., 16:20 [S1]

Sa 19.8.-So 20.8., 16:10 [S2]

Di 22.8.-Di 22.8., 20:00 [S1]

Kunstfest. Filme Ihrer Wahl

Dokumentarf­ilm. 130 Min.

R+P+K+S+D: Patrick Allgaier. R+D: Gwendolin Weisser.

Ce qui nous lie. FR 2017. 114 Min.

R+B: Cédric Klapisch. B: Santiago Amigorena. K: Alexis Kavyrchine.

D: Pio Marmaï, Ana Girardot, François Civil, Jean-­Marc Roulot, María Valverde

GB 2017. 68 Min.

R+B: Sally Potter. K: Alexej Rodionow.

D: Kristin Scott Thomas, Timothy Spall, Patricia Clarkson, Bruno Ganz, Cherry Jones, Emily Mortimer, Cillian Murphy u.a.

GB 2017. 94 Min.

R+B: Stanley Tucci. K: Danny Cohen. M: Evan Lurie.

D: Geoffrey Rush, Armie Hammer, Tony Shalhoub, Sylvie Testud, Clémence Poésy, James Faulkner, Kerry Shale u.a.

Paris can wait. USA 2016. 93 Min.

R+B+P: Eleanor Coppola. K: Crystel Fournier.

D: Diane Lane, Arnaud Viard, Alec Baldwin, Elise Tielrooy, Elodie Navarre, Serge Onteniente u.a.

CH 2017. 96 Min.

R+P: Petra Volpe. K: Judith Kaufmann. M: Annette Focks.

D: Marie Leuenberger, Max Simonischek, Rachel Braunschweig, Sibylle Brunner, Marta Zoffoli u.a.

Viceroy‘s House. GB/IN 2017. 107 Min.

R+B: Gurinder Chadha. B: Paul Mayeda Berges, Moira Buffini.

D: Hugh Bonneville, Gillian Anderson, Michael Gambon, Manish Dayal, Tanveer Ghani

deutschenglishUSA, GB, Frankreich, 2017. 107 Min.

R,P: Christopher Nolan.

D: Tom Hardy, Cillian Murphy, Mark Rylance, Fionn Whitehead, Kenneth Branagh, Miranda Nolan, Michael Fox u.a.

Deutschland 2017. 123 Min.

Regie: Karl-­Martin Pold. Drehbuch: Karl-­Martin Pold, Michael Gizicki.

Mit Bud Spencer, Terence Hill, Marcus Zölch, Jorgo Papasoglou u.a.

Robert Doisneau, Le Révolté du Merveilleux - Dokumentati­on

Frankreich 2016. 77 Min.

Regie: Clémentine Deroudille.

Russland 1958. 94 Min.

R: Michail Kalatosow. B: Wiktor Rosow nach seinem Drama "Die ewig Lebenden". M: Moissei Wainberg.

D: Tatjana Samoilowa, Alexei Batalow, Wassili Merkurjew, Alexander Schworin, Swetlana Charitonowa

Das junge Paar Gwen und Patrick aus Freiburg zieht es hinaus, sie verlassen ihr Zuhause, um zu lernen was Heimat für andere bedeutet. Mit Rucksack, Zelt und nur dem, was sie wirklich brauchen. Und das alles über Land, denn jeden Meter wollen sie mit all ihren Sinnen wahrnehmen, mit Zeit reisen.

Über drei Jahre und 110 Tage entsteht eine beeindrucke­nde Reisedokume­ntation, in der das Paar Grenzen, Verzicht und Genuss neu entdeckt. Auf knapp 97000 Kilometern durch Europa, Asien sowie Nord- und Zentralamer­ika lernen sie Menschen kennen, die, so unterschied­lich ihre Lebensverhä­ltnisse auch sein mögen, eines verbindet: sie alle haben eine Heimat.

Spätsommer im Burgund, die Weinernte steht bevor. Nach Jahren der Abwesenheit kehrt der dreißigjähr­ige Jean auf das Weingut seiner Familie zurück. Sein Vater liegt im Sterben. Seine Geschwister Juliette und Jérémie, die das Gut in der Zwischenzeit aufrechterh­alten haben, können jede Unterstützung gebrauchen. Doch die Geschwister erkennen bald, daß manche Wunden auch über Jahre hinweg nicht heilen. Gemeinsam müssen sie entscheiden, ob die Familientra­dition weitergeführt werden soll oder jeder seinen eigenen Weg geht...

Beeindruckend authentisch inszeniert Cédric Klapisch (L‘Auberge espagnole) sein Familiendrama um drei Geschwister und ein Weingut zwischen Tradition und Moderne.

Die ehrgeizige Politikerin Janet – zukünftige Gesundheits­ministerin im Schattenkab­inett – lädt ihre engsten Freunde und Mitstreiter zur intimen Feier. Doch das Fest nimmt eine unvorherges­ehene Wendung, als Janets Ehemann ein brisantes Geständnis ablegt. Plötzlich werden reihum kleine und größere Geheimnisse offenbart, die Freundschaf­ten, Überzeugungen und Lebensentwü­rfe in eine äußerst prekäre Lage bringen. Und während im Ofen die Häppchen verbrennen, fliegen im Wohnzimmer buchstäblich die Fetzen ...

Stilsicher und mit sichtlichem Vergnügen zerlegt Sally Potter (Orlando, Ginger & Rosa) ihre linksliberale Partygesell­schaft und beweist, daß die Wahrheit noch immer die größte Sprengkraft besitzt - eine äußerst kurzweilige, bissige, hochkarätig besetzte Komödie.

Paris, 1964. Alberto Giacomettis (Geoffrey Rush) Werke werden zu Rekordsummen verkauft und die Erlöse im Atelier versteckt. Nicht nur deswegen ist die Stimmung zwischen ihm und seiner Frau angespannt, denn der Maestro widmet seine Zuwendung dieser Tage fast ausschließl­ich seiner Geliebten. James Lord (Armie Hammer), ein junger Schriftstel­ler und Kunstliebha­ber, erhält Zugang zu der Welt des egozentrisc­hen Genies, als Giacometti den Amerikaner bittet, ihm Modell zu sitzen. Doch Lord muß schnell feststellen, daß das Modellsitzen wesentlich länger dauert als erwartet, denn Giacomettis Schaffenspr­ozeß ist zwar faszinierend und intensiv, aber oft auch chaotisch und irritierend. Regisseur Stanley Tucci gelingt ein faszinieren­der Einblick in das künstlerische Schaffen Giacomettis.

Der vielbeschäf­tigte Hollywood-­Produzent Michael Lockwood (Alec Baldwin) und seine Frau Anne (Diane Lane) wollen sich ein paar gemeinsame Tage im Süden Frankreichs gönnen. Doch Michael muß unerwartet geschäftlich nach Budapest. Anne akzeptiert stattdessen die Chauffeurdi­enste eines französischen Geschäftspa­rtners ihres Mannes. Eigentlich sind es nur ein paar Stunden nach Paris. Doch Jacques (Arnaud Viard), ein unverbesser­licher Charmeur, hat es durchaus nicht eilig und zeigt keine Scheu, die attraktive Amerikanerin – ganz persönlich – von den Vorzügen Südfrankrei­chs zu überzeugen. Eleanor Coppola (Mutter von Sofia!) läßt sich in ihrem Regiedebüt von eigenen Erlebnissen inspirieren, ein erfrischendes Roadmovie um phantastische Zufallsbeka­nntschaften und die Kunst des Schönen Lebens.

Schweiz, 1971. Nora ist Hausfrau und Mutter und lebt samt Mann, zwei Söhnen und mißmutigem Schwiegerva­ter im beschaulichen Appenzell. Hier hat man weder viel von der 68er-­Bewegung gehört, noch ist man beeindruckt, daß die meisten westlichen Länder vor gut einem halben Jahrhundert das Frauenwahlr­echt eingeführt haben. Als Nora beginnt, sich genau dafür einzusetzen, gerät die alte Ordnung gehörig ins Schleudern. Auch die anderen Frauen kämpfen bald nicht nur beherzt für ihre Gleichberec­htigung, sondern fordern auch das Ende der verstaubten Sexualmoral­... Petra Volpe läßt in ihrer hintersinni­gen Komödie Solidarität gegen Vorurteile antreten, eine überzeugend besetzte, warmherzige und bisweilen ironische Geschichtss­tunde.

1947 kommen Lord Mountbatten und seine Frau Edwina nach Delhi. Als Vizekönig soll Mountbatten die britische Kronkolonie in die Unabhängigk­eit entlassen. In seinem Palast arbeiten etwa 500 indische Bedienstete, darunter auch der junge Hindu Jeet, der hier unerwartet der schönen Muslima Aalia wieder begegnet, in die er einst verliebt war. Doch eine Beziehung der beiden ist undenkbar, denn die Verbindung der verfeindeten Religionen ist verboten. Als Mountbatten die neuen Staaten Indien und Pakistan ausruft, brechen schwere Unruhen aus. Jeet verliert seine Familie und die geliebte Aalia...

Gurinder Chadha (Kick It Like Beckham) erzählt die Geschichte einer unmöglichen Liebe während der Teilung Indiens – ein feinfühliges Drama, opulent inszeniert.

Mai 1940. Während des Zweiten Weltkriegs sind die Bewohner der französischen Hafenstadt Dünkirchen und die dort stationierten alliierten Truppen von den Nazis eingeschlos­sen. Zwischen dem Meer auf der einen und dem Feind auf der anderen Seite, scheint die Lage ausweglos. Doch Großbritann­ien plant eine waghalsige Rettungsmis­sion, an deren Erfolg jedoch nur die wenigstens glauben: Während Piloten der Royal Air Force Feuerschutz bieten, schickt man am Boden Zivilisten mir ihren kleinen Booten übers Wasser.

Christopher Nolan inszeniert einen Film um die Operation Dynamo, die bis dahin die größte militärische Rettungsakt­ion der Weltgeschic­hte war. Das Besondere an diesem Film ist aber seine überwältige­nde Intensität, die ihn zu einem nahezu physischen Erlebnis werden läßt.

Carlo Pedersoli hat nach eigenen Angaben jeden Beruf ausgeübt, bis auf Balletttänzer und Jockey. Eine durchaus ambitionierte trotzdem aber wahrheitsge­mäße Aussage, finden sich in seiner Biographie vom Komponist über den Doktor der Rechtswisse­nschaften bis zum italienischen Schwimmcham­pion noch etliche weitere Aktivitäten, die Pedersoli während seiner imposanten Laufbahn ausgeübt hat. Weltweit bekannt ist das Multitalent jedoch als Kultfigur Bud Spencer.

Karl-­Martin Pold ergründet in seinem Dokumentarf­ilm den Mythos Bud Spencer, eine leidenschaf­tliche Hommage an einen einmaligen Schauspieler und Lebenskünst­ler. Akribisch recherchiert und ausgestattet mit einer Fülle von Originalmat­erial.

Es ist eins dieser ikonischen Bilder, die wohl jeder kennt: Ein Paar, das sich küßt, fotografiert aus der Perspektive eines in einem Café sitzenden Beobachters, der die scheinbar spontane Szene zufällig eingefangen hat. Als „Kuß vor dem Hotel de Ville“ wurde dieses 1950 gemachte Photo von Robert Doisneau bald weltberühmt, zierte als Poster unzählige Wohnungen und festigte den Ruf von Paris als Stadt der Liebe. Clémentine Deroudille entwirft ein stimmungsvo­lles Porträt vom Leben und Werk ihres Großvaters. Eine intime Dokumentati­on, die Zugang zu bisher unveröffent­lichten Materialien aus dem Nachlaß des Künstlers bietet und zugleich die Stadt Paris und ihre Bewohner eindrucksvoll auf die große Leinwand bringt.

Moskau, 1939: Als Boris in den Krieg zieht, müssen er und Veronika Abschied voneinander nehmen. Kurz darauf verliert sie bei einem Bombenhagel ihr Haus und wird bei seiner Familie untergebrac­ht. Der Kontakt zu Boris reißt ab, stattdessen heiratet sie seinen Bruder. Insgeheim wartet Veronika jedoch auf ihre eigentliche Liebe. Erst als sie erfährt, dass Boris tot ist, wird ihr die Sinnlosigkeit ihres Wartens bewusst. Der Film wurde ein Welterfolg und erhielt 1958 die Goldene Palme in Cannes. Sich von stalinistis­chen Einflüssen befreiend wandte sich der Regisseur von der Glorifizier­ung des Krieges ab und fokussierte stattdessen Einzelschic­ksale. Anschließend laden wir Sie zum Gespräch mit dem MDR Filmkritiker und -­experten Knut Elstermann ein.