Nomadland

Minari - Wo wir wurzeln schlagen

Nebenan

Der Rausch

Heimat Natur

Gaza mon amour

Ich bin dein Mensch

Nomadland (OmU)

Do 22.7.-Mi 28.7., 21:20 [S1]

Do 22.7.-Mi 28.7., 21:00 [S2]

Do 22.7.-Mi 28.7., 19:30 [S1]

Di 27.7.-Mi 28.7., 19:20+21:30 [S3]

Mo 26.7.-Mi 28.7., 17:00 [S2]

Mo 26.7.-Mi 28.7., 17:30 [S3]

Mo 26.7.-Mi 28.7., 19:00 [S2]

USA 2020. 110 Min.

Regie: Chloé Zhao. Buch: Chloé Zhao, nach dem Sachbuch von Jessica Bruder.

Darsteller: Frances McDormand, David Strathairn, Gay DeForest, Patricia Grier,

USA 2020. 115 Min. Regie & Buch: Lee Isaac Chung

Darsteller: Steven Yeun, Han Ye-­ri, Alan Kim, Noel Kate Cho, Youn Yuh-­jung, Will Patton, Daryl Cox u.a.

D 2021. 92 Min. Regie: Daniel Brühl.

Darsteller: Daniel Brühl, Peter Kurth, Rike Eckermann, Aenne Schwarz, Gode Benedix.

Druk. Dänemark 2020. 117 Min.

Regie: Thomas Vinterberg. Buch: Tobias Lindholm.

Darsteller: Mads Mikkelsen, Thomas Bo Larsen, Magnus Millang, Lars Ranthe, Maria Bonnevie.

Deutschland 2021. 95 Min Regie: Jan Haft. 95 Min.

Palästina, Frankreich, Deutschland, Portugal 2020. 88 Min.

R,B: Arab Nasser & Tarzan Nasser.

Darsteller: Salim Dau, Hiam Abbass, Maisa Abd Elhadi, Ibrahim Altoubat u.a.

BRD 2021. 105 Min.

R: Maria Schrader.

D: Maren Eggert, Dan Stevens, Sandra Hüller, Hans Löw, Wolfgang Hübsch, Annika Meier, Falilou Seck, Jürgen Tarrach, Henriette Richter-­Röhl

„Das letzte Stückchen Freiheit in Amerika ist ein Parkplatz“ schreibt Jessica Bruder, die Autorin im Vorwort ihrer brillanten Buchvorlage, die hiermit Frances McDormand und David Strathairn fulminant verfilmt wurde. NOMADLAND erzählt die Geschichte von Fern (Frances McDormand), die wie viele in den USA nach der großen Rezession 2008 alles verloren hat. Nach dem wirtschaftl­ichen Zusammenbruch einer Industriest­adt im ländlichen Nevada packt Fern ihre Sachen und bricht in ihrem Van auf, ein Leben außerhalb der konventione­llen Regeln als moderne Nomadin zu erkunden. Der Film zeigt auch die echten Nomaden Linda May, Swankie und Bob Wells als Ferns Mentoren auf ihrer Erkundung der weiten Landschaften des amerikanisc­hen Westens. NOMADLAND ist der dritte Kinofilm der gefeierten Oscar-­Preisträgerin Chloé Zhao („The Rider“, „Songs My Brothers Taught Me“). Ihre atmosphäris­che Genauigkeit und sensible Annäherung an die innere Welt ihrer Protagonisten hat sie zu einer der interessant­esten neuen Regisseurin­nen in Hollywood gemacht. Ihr berührendes Meisterwerk wurde bei der 93. Preisverlei­hung der Academy Awards mit dem Oscar für den besten Film ausgezeichn­et. Frances McDormand gewann den Oscar für die beste Hauptdarste­llerin und Chloé Zhao für die beste Regie. Der Gewinner des Goldenen Löwen in Venedig und des People’s Choice Award in Toronto erzählt in semidokumen­tarischer Art Geschichten über Freiheit und Unabhängigk­eit - mit großer Empathie, aber ohne Kitsch oder Verklärung.

Jacob (Steven Yeun) beschließt, mit seiner koreanisch-­amerikanisc­hen Familie aus Los Angeles auf eine kleine Farm in Arkansas zu ziehen. Während er die wilden Ozarks als das gelobte Land ansieht, fühlen sich seine Frau Monica (Yeri Han) und die Kinder David (Alan Kim) und Anne (Noel Kate Cho) fremd in der neuen Heimat. Das Zusammenleben der Familie wird urplötzlich auf den Kopf gestellt, als die schlaue, schlagfertige und unglaublich liebevolle Großmutter Soonja (Yuh-­Jung Youn) ihre Heimat Korea verlässt und zu ihnen in die USA zieht. MINARI ist ein zärtlicher, zutiefst menschlicher Film über die Herausforde­rung, die eigene kulturelle und familiäre Verwurzelung mit der Suche nach der eigenen Identität in Einklang zu bringen. Sundance Film Festival - Großer Preis der Jury

Nach über 70 Auftritten wagt sich Daniel Brühl, 42, nun hinter die Kamera - und spielt zugleich die Hauptrolle an der Seite von Peter Kurth. Das Regie-­Debüt gelingt hervorragend, nicht umsonst wurde die vergnüglich böse Komödie in den Wettbewerb der Berlinale eingeladen. Brühl gibt den protzigen Filmstar aus Berlin, den es auf dem Weg zum wichtigen Casting in ein Kiez-­Lokal verschlägt. Dort wird er von einem überaus höflichen Gast in ein Gespräch verwickelt - das sein Leben vollkommen aus der Bahn werfen könnte... Ausgedacht hat sich das clevere Eckkneipen-­Kammerspiel um Gentrifizie­rung, Eitelkeiten und Wendeverlie­rer der Erfolgsautor Daniel Kehlmann. So gelungen dessen Pointen, so überzeugend gerät die Inszenierung. Brühl und Kurth spielen traditionell schon gut, aber als Duo sind sie eine absolute Wucht.

Früher war Martin Lehrer aus Leidenschaft – heute sind nicht nur die Schüler von seinem fehlenden Enthusiasmus gelangweilt, auch in Martins Ehe ist die Luft raus. Seinen drei Freunden, die am selben Gymnasium unterrichten, geht es ähnlich. Bei einer angeheiterten Geburtstags­runde diskutieren sie die Theorie eines norwegischen Philosophen, nach der ein Mensch nur mit einem erhöhten Alkoholgehalt im Blut zu Bestleistun­gen fähig ist. Solch eine gewagte These muß überprüft werden. Die vier beschließen den Selbsttest zu machen und während der Arbeit einen konstanten Pegel zu halten. Soll nicht sogar Churchill den Zweiten Weltkrieg in einem Alkoholrausch gewonnen haben? Mit neuem Antrieb stürzen sie sich in ihr geheimes Experiment... „Der Film nähert sich auf humoristische und – in den Augen mancher – skandalöse Weise einem ernsten Thema. Er soll eine facettenrei­che Geschichte erzählen, die gleichzeitig provoziert und unterhält, die zum Nachdenken anregt sowie uns zum Weinen und Lachen bringt. Und die hoffentlich Stoff für Gedanken und Debatten für ein Publikum liefert, das in einer Welt lebt, die nach außen in zunehmenden Maße durch puritanische Bekenntnisse geprägt ist, aber bereits ab einem jungen Alter einem hohen Alkoholkonsum frönt. DER RAUSCH ist als Tribut an das Leben gedacht. Als eine Rückeroberung der irrationalen Weisheit, die den gesunden Menschenver­stand ablegt und sich der Lebenslust hingibt ... wenn auch oft mit tödlichen Konsequenze­n.“ (T. Vinterberg) Ausgezeichnet mit 4 Europäischen Filmpreisen: Bester Film, Beste Regie, Bester Schauspieler (Mads Mikkelsen), Bestes Drehbuch!

Heimat ist da, wo wir aufwachsen oder uns dauerhaft niederlassen. Und diese Heimat ist stets auch von Natur geprägt. Diese verändert und gestaltet der Mensch heute mehr als jedes Naturgesetz. HEIMAT NATUR ist eine bildgewaltige Reise durch die Natur unserer Heimat, von den Gipfeln der Alpen bis an die Küsten und in die Tiefen von Nord- und Ostsee. Dazwischen liegt ein filmischer Streifzug durch dampfende Wälder, flirrende Moore, über rosablühende Heiden und die bunte Kulturlands­chaft rings um unsere Dörfer und Städte. In außergewöhn­lichen Bildern zeigt Jan Haft, Regisseur von „Das geheime Leben der Bäume“, diese Natur von ihrer schönsten Seite, und untersucht dabei den Zustand der heimischen Lebensräume.

Der 60-­jährige Junggeselle Issa führt ein ruhiges, einsames Leben als einfacher Fischer im Hafen von Gaza. Heimlich ist er in die Witwe Siham (Hiam Abbass) verliebt, die er täglich an ihrem Marktstand beobachtet, wo sie als Schneiderin arbeitet. Sein Liebeswerben verläuft allerdings so versteckt und langsam, daß sich kaum Fortschritt einstellt, bis ihm eine ominöse Statue ins Netz gerät, die sein Leben gehörig auf den Kopf stellt. Die Zivilbevölk­erung im Gazastreifen leidet unter illegalen Räumungen, Gewalt und brutalen Unterdrücku­ngsmethoden. Inmitten dieser Trostlosigk­eit begegnet die kleine, feine Tragikomödie „Gaza mon amour“ seinen ernsten Themen mit Leichtigkeit und Witz. Ein liebenswert­er, charmanter Film, der zum Träumen einlädt und an die Macht der (späten) Liebe glaubt.

Alma (Maren Eggert) ist Wissenschaf­tlerin am berühmten Pergamon-­Museum in Berlin. Um an Forschungsg­elder für ihre Arbeit zu kommen, läßt sie sich zur Teilnahme an einer außergewöhn­lichen Studie überreden. Drei Wochen lang soll sie mit einem ganz auf ihren Charakter und ihre Bedürfnisse zugeschnitt­enen humanoiden Roboter zusammenleb­en, dessen künstliche Intelligenz darauf angelegt ist, der perfekte Lebenspartner für sie zu sein. Alma trifft auf Tom (Dan Stevens), eine hochentwick­elte Maschine in Menschenges­talt, einzig dafür geschaffen, sie glücklich zu machen… Zum inoffiziellen Auftakt der virtuellen Berlinale 2021 zeigte Maria Schrader („Unorthodox“) diese romantische Komödie. „Ein abgründig witziger Kommentar zum heutigen Leben inmitten von Algorithmen.“ (taz)